Eine Kamera geht auf Weltreise

Initiative Jörg Baumann rief Projekt namens "My cam around the world" ins Leben

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Jörg Baumgarten aus Schwarzenberg schickt eine seiner Kameras um die Welt. Foto: Georg Dostmann

Schwarzenberg. "Ich möchte meine Kamera an Fotobegeisterte verleihen, die Ahnung von der Fotografie haben, um am Ende atemberaubende Aufnahmen aus der ganzen Welt zu bekommen", erzählt Jörg Baumgarten. Er hat das Projekt "My cam around the world" ins Leben gerufen. Durch Promifotograf Paul Ripke, der seine Kamera ebenfalls verleiht, ist er schließlich auf die Idee gekommen.

Entstande Fotos werden veröffentlicht

"Ich finde es spannend, Fotos von anderen aus der ganzen Welt zu sehen", sagt der 38-Jährige. Die Bilder der Reisenden werden nach ihrer Rückkehr anschließend auf der eigens dafür eingerichteten Facebookseite gepostet. "Nach zwei Jahren möchte ich gerne einen Kalender und danach eventuell ein Buch mit den entstandenen Fotos herausbringen", berichtet der Schwarzenberger.

In den nächsten Monaten wird die Kamera unter anderem nach Kuba und Kenia reisen. Auf der Facebookseite ist ein Kalender, in dem steht, an welchen Tagen die Kamera noch zur Verfügung steht. Bei der spiegellosen Systemkamera handelt es sich um eine Fuji X-E1 mit 16 Megapixel. Jörg Baumgarten hat diese extra für das Projekt gebraucht von einem Bekannten gekauft. Zusammen mit dem Objektiv hat er 250 Euro dafür bezahlt. Autofokus ist mit dieser Kamera jedoch nicht möglich. "Die Nutzer sollen sich mit der Kamera beschäftigen und nicht nur auf den Auslöser drücken", sagt er.

Wie kam Jörg Baumann zur Fotografe?

Der Verkäufer hat sich 1999 die erste analoge Spiegelreflexkamera zugelegt, da er von Urlauben schöne Erinnerungen machen wollte. Über Matthias Schwaighofer und seine Videos auf Youtube hat er von der Komikbildbearbeitung erfahren und sich diese Bearbeitungstechnik angeeignet, um sich von der breiten Masse abzuheben. 2012 meldete er schließlich ein Nebengewerbe an und legte sich eine mobile Studioausrüstung zu. Anschließend schrieb er Bekannte an, machte von diesen Fotos und bearbeitete diese anschließend zu einer Karikatur.

Mittlerweile kommen die Leute mit Anfragen auf ihn zu, meisten für Familien- und Teamfotos. "An dem Bildstil gefällt mir, dass ich die Leute so verändern kann, wie ich sie sehe. Zudem zaubere ich damit den meisten Kunden immer ein Lächeln auf die Lippen", erzählt Jörg Baumgarten. Für die Bearbeitung braucht er zwischen zwei bis drei Stunden pro Foto.