Eine Lese-Telefonzelle für Zschopau

Lesebox Neues Angebot wird gut angenommen

Zschopau. 

Zschopau. Wer in Zschopau vom Schloss Wildeck Richtung Kirche läuft, könnte glatt meinen, er habe am Bärengarten eine Telefonzelle entdeckt. Tatsächlich steht dort eine solche Anlage, die allerdings nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck erfüllt. Stattdessen handelt es sich um eine sogenannte Lesebox, die mit mehr als 100 Büchern gefüllt ist und Besucher zum Lesen und Tauschen der Literatur animieren soll. "Das Angebot wird sehr gut angenommen, wir haben wirklich positive Erfahrungen gemacht", sagt Silke Dost.

In der Nähe von Berlin wurde man fündig

Die Leiterin der Zschopauer Stadtbibliothek hatte das Projekt ins Rollen gebracht. Eigentlich schon vor vier Jahren: "Da kam uns die erste Idee." Allerdings war es gar nicht so einfach, eine passende alte Telefonzelle aufzutreiben. Fündig wurde man schließlich in der Nähe von Berlin.

Nach der Wiederaufbereitung wurde die Zelle Ende vergangenen Jahres neben dem Schloss Wildeck installiert. Statt nur eines Telefonbuchs befinden sich darin nun zahlreiche Werke der Literatur. "Schön ist vor allem die Vielfalt. Vom Kinderbuch über Sachbücher bis hin zum Schmöker-Roman ist alles dabei", sagt Silke Dost.

"Die Regale sind nach wie vor gut gefüllt"

Nur ganz am Anfang hatte sie direkten Einfluss auf die Ausstattung. Denn bei der Eröffnung wurden Bücher in der Lesebox platziert, die in der Bibliothek nicht mehr gebraucht wurden. Inzwischen dürfte kaum noch ein Buch davon übrig sein. Fast jeden Tag kommen Besucher, suchen sich eins aus und legen dafür ein anderes hinein.

"Die Regale sind nach wie vor gut gefüllt", sagt die Initiatorin, die die Lesebox als "kleine Attraktion" von Zschopau bezeichnet. Schließlich handelt es sich dabei um einen modernen Trend, der rund um die Welt geht: "Und auch wir wollten ein Ort schaffen, der zu Begegnung, Kommunikation und zum Miteinander einlädt."