Eine Nadel zum Geburtstag

Auszeichnung Fußball-Verband ehrt Scharfensteiner Manfred Reithmeier

Viel Zeit für Familien-Unternehmungen hat Manfred Reithmeier nicht. "Sonntags bin ich eigentlich fast immer auf Achse", sagt der Scharfensteiner zwar. Damit meint er aber nicht etwa gemütliche Ausflüge, die bekannten Sehenswürdigkeiten gelten. Stattdessen verschlägt es den gelernten Schlosser, der früher lange in der Technologie-Abteilung eines Kühlschrank-Herstellers gearbeitet hat, meistens auf einen der Fußballplätze im Erzgebirge. Auch an den anderen Tagen widmet er sich als Staffelleiter der Kreisliga Ost dem Sport - dann zumeist in bürokratischer Form. Ohne die Unterstützung seiner Frau Karin wäre all das nicht möglich. "Sie hält mir den Rücken frei", dankt Reithmeier seiner Gattin, die mitunter selbst mithilft. So wie vor wenigen Tagen, als sie die zahlreichen Gäste bewirtete. Sie waren gekommen, um Manfred Reithmeier an seinem 70. Geburtstag die Ehre zu erweisen. Zu den Gratulanten gehörten auch drei Vertreter des Fußball-Kreisverbandes, die ein ganz besonderes Geschenk dabei hatten.

Da der zweifache Familienvater bereits seit 1980 als Funktionär tätig ist, wurde er vom sächsischen Fußball-Verband mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Überbracht wurde das "Präsent" vom Vorsitzenden des Kreisverbandes, Klaus Müller, sowie Jens Breidel und Erhard Wolf. Sie alle kennen Reithmeier gut, denn er war jahrzehntelang Vorsitzender des Spielausschusses. Die Organisation des Spielbetriebes erforderte früher mehr Aufwand als heute. "Damals haben wir jeden Spieltag anhand von Tabellen und Schlüsselzuweisungen per Hand erstellt", erinnert sich der ehemalige Libero, der lange in seinem Geburtsort Drebach aktiv war. Mit der BSG Traktor spielte er Bezirksklasse. Als er später in Scharfenstein "einheiratete", übernahm er Verantwortung beim dortigen Verein. "Ohne Fußball-Verrückte würde es nicht gehen", weiß er.