Eine sportliche Briefmarkensammlung

Hobby Vorsitzender des Philatelistenvereins stellt Sammlung vor

eine-sportliche-briefmarkensammlung
Das jüngste Vereinsmitglied, Jannik Vogt (Mitte), zeigt den älteren Kollegen des Zschopauer Philatelistenvereins einige seiner Briefmarken. Foto: A. Bauer

Zschopau. Im Fernsehen dreht sich derzeit alles um Wintersport, weil gerade die Olympischen Spiele in Südkorea ausgetragen werden. Dagegen stand im Schloss Wildeck am vergangenen Sonntag der Fußball im Mittelpunkt. Allerdings nicht in Form von Übertragungen, sondern von Briefmarken.

Beim Treffen des Philatelistenvereins Zschopau und Umgebung stellte Udo Berger seine Sammlung vor, die Exemplare zu fast allen Weltmeisterschaften umfasst. "Bis auf die erste WM ist alles dabei. Ab den Titelkämpfen 1934 in Italien habe ich schöne Marken und Belege", erklärt der Vereinsvorsitzende.

Er sammelt schon seit über 45 Jahren

Bei jedem Treffen rücken bestimmte Themen in den Mittelpunkt. Und diesmal war es eben das runde Leder, das bei Udo Berger einst eine neue Leidenschaft weckte. "Seit 1972 sammle ich Briefmarken", sagt der Gelenauer, der sich zunächst auf Exemplare zum Thema Fußball konzentrierte.

Mit kleinen Kunstwerken aus Papier war es aber längst nicht getan. Schließlich traf Berger dank seines Hobbys auch prominente Kicker. So wie 1990, als er bei einem Sammler-Treffen in Berlin Bekanntschaft mit Fritz Walter. Der mittlerweile verstorbene Ehrenspielführer der deutschen Nationalspieler war damals Ehrengast.

"Marken stellen Kultur dar"

Auch den bekannten sowjetischen Kosmonauten German Titow, der als jüngster Raumfahrer in die Geschichte einging, hat der Erzgebirger 1999 in Nürnberg getroffen. "Damals war die Weltausstellung in Nürnberg", schwärmt Berger, der seine Themengebiete längst erweitert hat. Auch Briefmarken mit geschichtlichem Aspekt oder Bezug zur Natur hat er daheim in seinen unzähligen Alben.

"Marken stellen Kultur dar. Damit lassen sich auch Kinder leicht begeistern", sagt der 58-Jährige, der bei der Jugend wieder mehr Interesse wecken will. Außerdem hofft er, dass zu den derzeit zwölf Mitgliedern bald weitere hinzukommen. "Es gibt ja viele Sammler", ist Berger überzeugt.