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Eine Urlauberin berichtet in Satzung

Menschen Radebeulerin stellt Bilder in Satzunger Turnhalle aus

Satzung. 

Satzung. Karin Ahlig fährt seit 1961 jedes Jahr nach Satzung in den Urlaub. Sie liebt die Region, die Landschaft und die Satzunger, von denen sie viele kennt und die ihnen immer wieder Neues zeigen. Schon die Eltern der Radebeulerin verbrachten ihren Urlaub im Erzgebirge. Sie hatten ihre Unterkunft in Reitzenhain. Da Urlaubsplätze in der DDR nur schwer zu bekommen waren, freuten sich die Ahligs einen der Plätze in Satzung ergattert zu haben.

Zum wegschmeißen ist die Wolle zu schade

Seit dem kommen sie jedes Jahr hier her. Ihre Kinder spielten mit den Einheimischen im Heu. Gemeinsam ging es in die Pilze oder in die Beeren. Auch die Moore haben die Ahligs mit Satzungern erkundet und sogar ihr Hobby fand hier im Erzgebirge ihren Ursprung. Karin Ahlig stickt Bilder. Die Wolle bekam sie damals von den Handschuhstrickerinnen. Wolle, die für die Handschuhe zu lang war, schnitten sie die Frauen einfach ab und wollten sie wegschmeißen. "Dazu war sie mir viel zu schade", versicherte die 80-Jährige. Sie nahm sie mit nach Hause und stickte Bilder daraus. Der Vorrat an Wollresten hält noch eine Weile vor. Allerdings gehen ihr mittlerweile einige Farbtöne aus. Das kompensiert sie mit neuem Stickgarn. Beide Fäden kommen in eine Nadel. Dadurch verdrillen sie sich und schaffen einzigartige Farbkombinationen.

Im Oktober wird sie ihre Bilder erstmals ausstellen und das natürlich in Satzung. Über die Modalitäten hat sie sich während des diesjährigen Urlaubs im August mit der Vorsitzenden des Erzgebirgszweivereins Satzung Andrea Lohs geeinigt. "Kunst aus feinen Fäden" wird vom 27. Oktober bis zum 3. November im Vereinsraum in der Satzunger Turnhalle zu sehen sein. Dann sind Karin Ahligs gestickte Bilder mit kunstvollen Klöppelarbeiten der Satzungerin Doreen Fröhlich ausgestellt.



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