Einfach mal nur wichteln

Tipp Beim Geschenkekauf istStress programmiert

Einen ganz besonderen Stressfaktor in der Vorweihnachtszeit stellt der alljährliche Geschenkekauf dar. Viele Menschen versuchen, im Vergleich zum Vorjahr immer noch teurere und größere Präsente zu finden. Denn man möchte Angehörigen und Freunden signalisieren, dass diese einem selbst mindestens genauso wichtig sind wie im Vorjahr. Ein gefährlicher Kreislauf entsteht. Gerade hier können Stressgeplagte aber leicht Abhilfe schaffen: "Erwachsene können sich beispielsweise im Vorfeld darauf verständigen, einmal "nur" zu wichteln - also reihum nur noch eine Person zu beschenken. Häufig schief geht dagegen die Vereinbarung, sich gegenseitig gar nichts mehr zu schenken", weiß der Psychologe. Hält sich nur eine Person nicht an die Abmachung, ist ein schlechtes Gefühl beim Rest der Anwesenden an Heiligabend vorprogrammiert. Es können aber auch gemeinsame Limits bei Anzahl und Wert der Geschenke vereinbart werden. Wer auf einem persönlichen Geschenk für jedes Familienmitglied besteht, sollte zumindest frühzeitig mit dem Geschenkekauf beginnen. Denn gerade bei Last-Minute-Einkäufen müssen oft schwierige Entscheidungen unter Zeit- und Kostendruck getroffen werden. Das löst - besonders in Verbindung mit überfüllten Straßen und Kaufhäusern - noch zusätzlichen Stress aus. "Als Alternative bietet sich in dem Fall das Einkaufen im Internet oder das Schenken von Gutscheinen an. So müssen die Schenkenden nicht hektisch von einem Laden in den nächsten rennen. Und die Beschenkten haben die Möglichkeit, sich ein wirklich passendes Geschenk selbst auszusuchen", empfiehlt Benjamin Martens. In jedem Fall aber rät der Psychologe, sich wieder stärker auf die Ursprungsidee des Weihnachtsfestes zu konzentrieren - und sich vor allem gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.