„Einfach sächsy“: Oldtimer der Historic Rallye Erzgebirge ziehen viele Blicke auf sich

Gut 80 Teilnehmer meistern an zwei Tagen 14 Wertungsprüfungen

Zschopau/ Chemnitz

Trotz des Alters ihrer Fahrzeuge haben die reichlich 80 Teilnehmer der 14. Historic Rallye Erzgebirge gezeigt, dass ihre Oldtimer "einfach sächsy" sind. So lautete der Zusatz des diesjährigen Mottos "Von automobiler Tradition bi zur Kulturhauptstadt 2025". Unter dem durchquerten die Fahrer die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, die 2019 zum Unesco-Welterbe erklärt worden war. Herrliche Blicke boten sich dort ebenso wie im Zwickauer Land sowie in anderen Bereichen Tschechiens. Für die Fahrer gab es ebenso viel zu sehen wie für die vielen Schaulustigen am Straßenrand.

Kürzeste Prüfung ist 50 Zentimeter lang

"Die Schönheit der Landschaft und die Automobilgeschichte der Region machen die Rallye zu einem besonderen Erlebnis", sagt der Chemnitzer Ordnungsbürgermeister Knut Kunze, der selbst einen Teil der Strecke zurücklegte. Bis zur ersten Wertungsprüfung in Zschopau saß er mit seiner Frau Grit im 1935 gebauten Hotchkiss 413 von Detlef Meixner aus Pesterwitz, der ebenfalls mit seiner Frau Heike unterwegs war. Die erste Prüfung auf dem Markt der Motorradstadt war zugleich auch die kürzeste, denn dort standen zwei Lichtschranken nur 50 Zentimeter voneinander getrennt. Es galt an dieser Stelle, möglichst genau 10 km/h zu fahren.

 

Sieg geht nach Schkeuditz

Neben solch vermeintlichen leichten Aufgaben warteten auch noch deutlich schwierigere Herausforderungen wie die Steile Wand in Meerane. Insgesamt waren 14 Wertungsprüfungen an den beiden Tagen der Rallye zu meistern. In der Summe erreichten Maximilian und Klaus Seubert aus Schkeuditz dabei die besten Ergebnisse.

 

Ehrenhafte Platzierungen

Mit ihrem 1981 gebauten BMW 323I gewannen sie die 14. Historic Rallye vor Nico und Tim Würbach aus Bad Blankenburg, die mit einem Porsche 944 (Baujahr 1984) unterwegs waren. Rang 3 ging an René und Heidi Günther aus Zwönitz, die einen 1983er Porsche 911 Cabrio über die Straßen steuerten. Bis ins Ziel schaffte es der der Hotchkiss von Detlef Meixner übrigens nicht. Stattdessen stellte der Besitzer sein 90 Jahre altes Gefährt, das älteste bei dieser Veranstaltung, schon in Zschopau an die Seite.

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