Einigkeit im Kumpelverein FC Erzgebirge Aue

Fußball FCE-Präsident Leonhardt erteilt Auftrag zum Klassenerhalt

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Einigkeit beim Kumpelverein: Auf der Mitgliederversammlung gab es einen symbolischen Schulterschluss Foto: Katja Lippmann-Wagner

Die Mitgliederversammlung 2017 des FC Erzgebirge Aue geht in die Vereinsgeschichte ein: Der Verein hat seinem Namen als Kumpelverein alle Ehre gemacht. So viel Einigkeit hat es schon lange nicht mehr im Lößnitztal gegeben. Erstmals hatte der Vorstand in die neuen VIP-Räume eingeladen. Dass allerdings 600 Vereinsmitglieder dieser Einladung folgen würden, damit hatte wohl keiner gerechnet. Es bildete sich am Einlass eine Schlange, die Versammlung begann verspätet.

Das Warten allerdings sollte sich lohnen, denn die Nachrichten, die der Vorstand verkünden durfte, waren allesamt gut. Der FC Erzgebirge Aue hat demnach im Wirtschaftsjahr 2016/2017 einen Gewinn von 303.000 Euro erzielt. Demnach haben die Lila-Weißen Einnahmen von 13,8 Millionen Euro erzielt. Der Ligaschnitt liegt bei zirka 34 Millionen Euro. "Im Erzgebirge seien die Bleistifte halt immer ein bisschen spitzer", so Marcus Klein, der über die finanzielle Situation des Vereins Rechenschaft ablegte. Die Verwaltung sei schlank und leiste gute Arbeit. Sie werde von vielen fleißigen Bienchen getragen. Der Aufbau eines Fanshops sei für den Verein wichtig gewesen, denn auch der Bereich Merchandising spiele Geld in die Vereinskasse.

Gleichzeitig lobte Klein die solide Arbeit des Vorstandes, der offenbar immer die Finanzen im Blick habe und nicht über die Verhältnisse wirtschafte. FCE-Präsident Helge Leonhardt sorgte für emotionale Redebeiträge und nahm darin auch die Mannschaft in die Pflicht: Der Klassenerhalt sei ein Auftrag. "Wir dürfen uns nicht von 22 Punkten und Tabellenplatz 13 blenden lassen", so Leonhardt. Der eingeschlagene Weg sei gut, so Veilchen-Boss, der außerdem den nahezu problemlosen Stadionbau lobte und dem Landratsamt als Bauherren dankte.