Einsatz in Kenia - Feuerwehrmann erzählt

Einsatz Zwei Wochen Arbeitsurlaub für einen guten Zweck

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Martin Friedemann hat Feuerwehrleute in Kenia ausgebildet. Foto: Jan Görner

Görsdorf. Martin Friedemann hat zwei Wochen lang Feuerwehrleute im kenianischen Baringo County geschult. Er ist einer von nur sechs deutschen Ausbildern des ehrenamtlich arbeitenden "European Support Teams". Im Internet war er auf das Team gestoßen und entschloss sich, dem beizutreten. "Das klang sehr interessant und hilfreich zugleich. Ich sah darin die Chance, etwas zu bewirken", sagte er.

Diese Vermutung hat sich vor Ort bestätigt. Mit viel Respekt und Herzlichkeit sogen die fünf auszubildenden hauptamtlichen Feuerwehrleute des Countys das Knowhow des Erzgebirgers auf. Er trainierte mit ihnen Löschangriffe und technische Hilfeleistungen. Vor allem machte er sie mit der ihnen zur Verfügung stehenden deutschen Technik vertraut. Diese ist wesentlich älter als das, mit dem erzgebirgische Feuerwehrleute umgehen müssen. "Das ist auch gar kein Problem, sondern eher von Vorteil", versicherte der Görsdorfer. Schließlich sei diese alte Technik einfacher zu reparieren.

Echte Herausforderungen warteten

Zweimal rückte er mit ihnen zu echten Brandeinsätzen aus. Deren Bekämpfung macht den größten Teil der Einsätze im Baringo County aus. Zum einen liegt das daran, dass dort Holz ein beliebter Baustoff ist und die Einheimischen mit dem Müll auf ihren Deponien weniger vorsichtig umgehen. Die fünf hauptamtlich tätigen Feuerwehrleute werden nun ihrerseits die etwa 20 freiwilligen Feuerwehrleute ausbilden. Bei aller Arbeit bliebt für Martin Friedemann auch genug Zeit, um das Land kennen zu lernen. "Das war ein Erlebnis und vielleicht fliege ich schon nächstes Jahr wieder nach Kenia, um Feuerwehrleute auszubilden.