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Corona-News

Einsatz: THW Aue-Schwarzenberg im Kampf gegen die afrikanische Schweinepest

Blaulicht Kameraden sollen in Görlitz aushelfen

Aue-Bad Schlema/OT Alberoda. 

Es ist Montag 3:30 Uhr, die Motoren der Einsatzfahrzeuge laufen warm, während sich sieben ehrenamtliche Helfer, mit Reisetaschen bepackt, am Stützpunkt des THW Aue-Schwarzenberg einfinden. Umziehen, Gepäck verladen, kurze Einsatzbesprechung und schon geht es los. Der Einsatzbefehl lautet - Bereitstellung von Kräften für Führungsunterstützung und Zaunbau. Angefordert wurde das THW vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Abteilung Landestierseuchenbekämpfung.

Grund, es wurde erneut ein verendetes Wildschwein gefunden, bei welchem die afrikanische Schweinepest festgestellt wurde. Nun wird in einem Radius von Zehn Kilometern um die Fundstelle herum, ein fester Schwarzwild-Abwehrzaun errichtet. Geplant ist der Einsatz bisher für fünf Tage im Raum Görlitz. Die ehrenamtlichen Helfer werden für solche Einsätze von den Arbeitgebern freigestellt.

Welche Gefahren birgt die Schweinepest?

Bereits Ende Oktober 2020 wurde der erste ASP-Fall in Sachsen nachgewiesen und zwar im Landkreis Görlitz. Das Wildschwein war nahe der polnischen und der brandenburgischen Grenze bei einer Jagd erlegt worden. Nach Festlegung der Restriktionszonen erbrachte die Fallwildsuche im Landkreis Görlitz zwei weitere positive Befunde. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat im September 2020 Deutschland erreicht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat erstmals am 9. September 2020 einen Verdachtsfall wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis in Brandenburg bestätigt.

Im Oktober 2020 sind infizierte Wildschweine auch in Sachsen aufgefunden worden. Das Bundesministerium und die zuständigen Ministerien in den betroffenen Bundesländern haben Krisenstäbe eingerichtet. Experten befürchten, dass die ASP von Wildschweinen auf die Hausschweinbestände übertragen werden könnte und es dadurch zu erheblichen (wirtschaftlichen) Schäden kommt. Bislang gibt es keine ASP-Fälle bei Hausschweinen in Deutschland. Für Menschen und andere Haustiere ist die ASP ungefährlich. Der Erreger ist nicht auf Menschen übertragbar. Das gilt auch für den Verzehr von Schweinefleisch und daraus hergestellten Produkten.



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