Einstiger Oberligist stabilisiert sich in der Sachsenklasse

FSV Motor Marienberg geht nach Überraschungssieg in Oberlungwitz als Tabellenachter in die Winterpause

Marienberg

Nach einem guten Saisonstart waren die Fußballer des FSV Motor Marienberg zwischenzeitlich sieben Mal in Folg ohne Dreier vom Platz gegangen. Dieser Sieglosserie folgten zum Abschluss der Hinrunde jedoch zwei Siege - dem 4:1-Heimsieg gegen Fortuna Chemnitz ließen die Erzgebirger einen etwas überraschenden 3:1-Auswärtssieg beim Tabellendritten in Oberlungwitz folgen.

„Für uns war es wichtig, nach diesem schwierigen Jahr mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen“, sagt Trainer Julian Schröter, hinter dessen Mannschaft zwei Abstiege liegen.

Ein Jahr voller Turbulenzen

Nach dem Abstieg aus der NOFV-Oberliga gelang auch in der Sachsenliga der Klassenerhalt nicht. Neben dem sportlichen Misserfolg machten dem Verein aber vor allem personelle Sorgen 2025 zu schaffen. Trainer Ronny Rother, der das Team in die Oberliga geführt hatte, musste zu Jahresbeginn gehen, kehrte dann aber wieder zurück.

Den zweiten Abstieg in Folge konnte aber auch er nicht verhindern, was zu einem personellen Umbruch im Sommer führte. Der neue Coach Julian Schröter war fast schon gezwungen, auf hoffnungsvolle Eigengewächse zu setzen - und blickt nun positives auf die Hinrunde zurück.

Taktik dem Team angepasst

Der anfangs gehegte Plan, auf dem Rasen zu dominieren, wurde inzwischen angepasst. „Wenn wir selbst das Spiel machen, werden die Abstände zu groß“, sagt Schröter, nach dessen Einschätzung dafür noch eine gewisse Reife im größtenteils jungen Team fehlt. Also ging Motor Partien wie die in Oberlungwitz etwas defensiver an.

Eine direkt verwandelten Ecke von Philipp Schönherr (9.) und das Freistoßtor von Kevin Matthes (14.) spielten der abwartenden Taktik zusätzlich in die Karten. Erst kurz vor Schluss gelang dem OSV das Anschlusstor, doch der eingewechselte Max Martin stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Dank des Siegs geht Marienberg mit 22 Punkten als Tabellenachter in die Winterpause - und hofft auf eine noch bessere Rückrunde.

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