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Einstiger Skispringer glänzt jetzt am Netz

Volleyball Nick Obendorf verfolgt mit dem VC Zschopau II hohe Ziele

Borstendorf. 

Borstendorf. Obwohl auch die Saison am Volleyballnetz coronabedingt unterbrochen wurde, schaut Nick Obendorf optimistisch in die Zukunft. Als Quereinsteiger scheint der 18-jährige Borstendorf endlich so richtig in seiner neuen Sportart angekommen zu sein. Obwohl er erst seit gut zwei Jahren im Volleyball aktiv ist, glänzte er in der letzten Regionalliga-Partie des VC Zschopau II vor der Zwangspause. Beim USV TU Dresden verloren die Motorradstädter zwar mit 0:3, doch Obendorf wurde am Ende zum wertvollsten Zschopauer gewählt. "Das konnte sich selbst kaum glauben", sagt der Erzgebirger, der sich eigentlich dem Wintersport verschrieben hatte.

Auf nationaler Ebene erfolgreich

Nachdem er als Zehnjähriger als Skispringer beim SV Nordisch/Alpine Zschopau angefangen hatte, schaffte er es in der siebenten Klasse sogar an die Oberwiesenthaler Sportschule. Nicht nur um Sachsencup lief es gut für den Borstendorfer, auch im Deutschen Schülercup mischte er ganz vorn mit. "Aber irgendwann hat die Leistung dann doch nicht mehr ganz ausgereicht", sagt der 18-Jährige, der die Jahre am Internat als wichtige Erfahrung bezeichnet. Womöglich auch deshalb, weil er in einer Arbeitsgemeinschaft den Volleyballsport für sich entdeckte.

AG gibt den Anstoß

"Wer dienstags noch Lust hatte, konnte in diese AG gehen", berichtet Obendorf, der auf den Geschmack kam. Als die Skisprung-Karriere vorbei war, wusste er, dass es am Netz für ihn weitergehen würde. Über den Hennersdorfer SV, für den er in der Bezirksliga und der Sachenklasse spielte, fand er den Weg zum VC Zschopau. Mit einer Körpergröße von 1,97 Metern und seiner Sprungkraft brachte er ideale Voraussetzungen mit, doch mit einem raschen Durchbruch rechnete niemand. Doch als der Diagonalangreifer aufgrund einiger Ausfälle gebraucht wurde, war er sofort da und überzeugte. Jetzt ist aufgrund der Corona-Pause zwar erstmal wieder Online-Training angesagt. "Aber unser Ziel ist der Klassenerhalt", betont Obendorf, der es auf längere Sicht sogar in den Drittliga-Kader des VC Zschopau schaffen will.