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Einstimmung aufs Osterfest

Ausstellung Mauersberger Museum zeigt Osterhasen, Eier und verschiedene Bräuche

Die Farbe an den Pappmaché-Ohren ist schon ein wenig abgeblättert, hier und da sieht man, dass etwas ausgebessert wurde. Wenn er könnte, der kleine Osterhase im Mauersberger Museum würde wohl so manche Geschichte zu berichten haben. Mehr als 60 Osterfeste hat er sicher schon erlebt und könnte erzählen von Bräuchen und Festen. Oder das kleine Vogelhäuschen, fast 100 Jahre ist es alt. Im Inneren sitzen bunte Bewohner aus Federn und Papier. Förmlich kann man das Zwitschern hören was ihre Verwandten aus Fleisch und Blut in der Natur abgeben. Exponate wie diese gibt es einige in der neuen Sonderausstellung im Mauersberger Museum. Unter dem Titel "Osterschmuck im Wandel der Zeit" lädt sie seit letzten dazu Donnerstag ein sich auf das Osterfest und das Frühjahr einzustimmen. Exponate verschiedenster Leihgeber aus dem gesamten Erzgebirge stellen Bräuche, Traditionen und Geschichtliches zum Fest dar. "In einer eigenen Vitrine erklären wir zum Beispiel, warum wir das Osterfest überhaupt feiern", so Museumsmitarbeiterin Sylvia Rodriguez-Brito. Kleine Massefiguren einer Mildenauer Manufaktur und passende Texte stellen darin die Passionsgeschichte dar. Ein paar Vitrinen weiter wird erklärt, warum der Osterhase schon seit dem 17. Jahrhundert als Eierbringer bekannt ist. Auch typisch Erzgebirgisches fließt mit ein. So finden sich neben handbemalten Ostereiern auch solche aus Klöppelspitze in unzähligen Variationen. Überhaupt findet sich neben gekauftem Osterschmuck verschiedener Zeitepochen einiges Selbstgemachtes. Reich verzierte Osterkerzen zum Beispiel. Damit möchte das Team des Museums auch animieren wieder einmal einen ganz persönlichen Osterschmuck herzustellen. Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Juni jeweils dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.