Eintauchen in französische Kultur

Schüleraustausch Vertreter aus Zschopau reisen seit 25 Jahren nach Ploërmel

Zschopau. 

Zschopau. Es ist noch gar nicht lange her, da wurde am Zschopauer Gymnasium die 150-jährige Bildungstradition gefeiert. Nun gibt es noch ein zweites Jubiläum, denn es ist genau 25 Jahre her, dass Gymnasiasten aus der Motorradstadt erstmals nach Ploërmel in die Bretagne reisten. Seither ist der deutsch-französische Schüleraustausch zu einer festen Tradition geworden, wie gerade wieder zu erleben ist. Schließlich sind 27 Zschopauer Schüler der Klassenstufen 9 und 10 gerade für eine Woche in Ploërmel zu Gast.

Gleichzeitig besucht mit Maïwenn Pichot eine 16-jährige Vertreterin der dortigen Schule für drei Monate das Zschopauer Gymnasium. "Dabei geht es nicht nur um die Sprache, sondern auch um Begegnungen und den Erfahrungsaustausch", erklärt Lehrerin Barbara Degen, die das Projekt zusammen mit ihrer Kollegin Kathrin Wach-Rangous betreut.

Seit den 1990ern regelmäßige Besuche

Die Französisch-Lehrerin, die den Stein einst ins Rollen brachte, ist inzwischen im Ruhestand: Eva Kümmerling. Doch beendet ist dieses Kapitel für sie noch längst nicht. "Es ist ein Gefühl, das bleibt", sagt Eva Kümmerling über das gegenseitige Kennenlernen. Das Abtauchen in den Alltag und die Kultur des anderen Landes, ist für die Teilnehmer stets ein abenteuerliches Erlebnis. Zugleich hinterlässt es aber auch bleibende Eindrücke sowie zahlreiche Freundschaften. "Viele Schüler halten den Kontakt und besuchen sich dann gegenseitig", erklärt die Lehrerin, die Anfang der 1990er-Jahre eher zufällig einen wichtigen Kontakt herstellte: "Eine Schülerin, die mit der Kirche in Frankreich unterwegs war, brachte mir die Adresse von Mari-Anna Ecorchard mit, die Interesse an einem Austausch hatte." Einem Briefwechsel mit der Lehrerin folgte bald der erste Besuch. Seitdem werden die Reisen regelmäßig organisiert.