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Eisenbahnromantik zur Landesgartenschau

Tourismus Ehemaliger Güterbahnhof wird zum blühenden Lebensraum

Oelsnitz. 

Der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde (VSE) Schwarzenberg und die Landesgartenschau hat einen engen Bezug zum Thema Eisenbahn. Den Wind in den Haaren düsend über die Landesgartenschau in Oelsnitz. Möglich ist das im sogenannten "Floraexpress". Der Schienenkleinwagen gehört zum Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf. Und deren Mannschaft kutschiert die Landesgartenschaugäste bequem über das Gelände. Das blaue Schienengefährt pendelt zwischen der Blumenhalle und den Schaugärten am anderen Ende der LAG. Gemütlich geht es durch die reich blühenden Gleis- und die Sonnengärten. Hier fährt man auf alten, erhaltenen Schienen. Die restlichen Gleise sind mit Schotter aufgefüllt und ziehen sich wie ein grauer Faden durch die Gärten. Den blühenden Lebensraum zahlreicher Insekten. Die Besucher entdecken von ihrem bequemen Platz aus Hummeln, Bienen oder auch Schmetterlinge. Egal ob jetzt im Hochsommer oder auch bis zum Herbst hinein sind die Gleisgärten ein Augenschmaus. Die zentralasiatische Steppe und auch die nordamerikanische Prärie wurden hier als Vorbilder herangezogen - ein Naturerlebnis der besonderen Art.

Die Enthusiasten des Eisenbahnmuseums haben das Gefährt erst im letzten Jahr wieder aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Rahmen, die Radsätze und der Führerstand stammen von einem SKL 24, der von 1962 bis 1978 in Berlin-Schöneweide und Brandenburg als Transporter für die Streckenunterhaltung gebaut wurde. Die Chemnitzer Eisenbahnfreunde hatten den alten Schatz im Lokschuppen der Zellwaldbahn in Nossen entdeckt. Das Getriebe kam von Eisenbahnfreunden aus Limbach-Oberfrohna, der Garant-LKW-Motor von einem Privatanbieter aus dem Spreewald. Jetzt erleichtert das gute Stück den Bummel über das 15 Hektar große Landesgartenschaugelände. Wer mit offenen Augen über das Gelände der Landesgartenschau streift, entdeckt überall Zeitzeugen der Eisenbahnvergangenheit. kj/al



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