Eiskobolde bevölkern den Stolln

Bergwerk Frost formt bizarre Figurenlandschaft im Fortuna-Stolln

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Deutschkatharinenberg. Bizarre Eisskulpturen hat der Frost vergangene Woche im Fortuna-Stolln gebildet. Auf den ersten 30 bis 40 Metern hat er Eiskobolde, Zähne und lange Flaschen geformt. Stalagmiten lautet der Fachbegriff für diese Erscheinung. "Ich bin seit vielen Jahren regelmäßig im Besucherbergwerk. Hier sehe ich das aber zum ersten Mal", sagte der Bergführer Steffen Ulbricht. Temperaturen von weniger als minus 20 Grad Celsius gelangten über die Wetter genannten Luftströmungen ins Bergwerk bis auf die ersten Meter der Strecke.

Von der Decke oder Firste tropfendes Wasser ist sofort nach dem Auftreffen auf den auf dem Boden oder Sohle liegenden Bohlen gefroren. So wuchsen die Stalagmiten auf bis zu 40 Zentimeter an. "Sie sind eine Extraattraktion für das Besucherbergwerk. Deshalb haben wir die meisten auch stehen lassen", so der Bergführer. Dafür nehmen Besucher wie Johanna Kuhle aus Luckenwalde auch den kleinen Umstand in Kauf, sich um die Eiskobolde herumzuschlängeln. "Das sieht sehr schön aus", versicherte die 14-Jährige, die mit ihrer Familie eingefahren war. Wie lange die Stalagmiten stehen, konnte Steffen Ulbricht nicht sagen. "Das hängt vom Wetter ab", sagte er.

Das Besucherbergwerk ist dienstags bis sonntags geöffnet. Führungen finden 10.30 Uhr, 12 Uhr, 13.30 Uhr, 15 Uhr sowie nach Vereinbarung statt. Tel.: 037368 12942.