Eiszwerge im "Tiefen Victoria Stolln"

Stalagmiten Frost zaubert Stalagmiten ins frei zugängige Niederlautersteiner Bergwerk

Niederlauterstein. 

Niederlauterstein. Die langanhaltende Frostperiode hat kleine Eisskultpuren in den "Tiefen Victoria Stolln" zu Niederlauterstein gezaubert. Bis zu 40 Zentimeter große Stalagmiten wachsen aus der Sohle. Einige von ihnen nehmen sogar Formen von Gesichtern an. Sie sehen aus wie kleine Berggeister. Darüber hat sich auch der junge Bergbaufreund Alexander sehr gewundert. Den Unterschied zwischen Stalagmiten und Stalaktiten kennt er genau. Eine Eselsbrücke hilft ihm bei der Unterscheidung. "Die Stalagmiten steigen wie Mieten nach oben. Die Stalaktiten hängen dagegen von der Firste herab", weiß der Zehnjährige.

Stolln ist für jeden zugänglich

Das Bergwerk befindet sich am Fuße der Burg Niederlauterstein. Es ist rund um die Uhr frei zugänglich. Gegen die Dunkelheit im Berg schafft das Betätigen eines Lichtschalters neben dem Mundloch Abhilfe. So können die Besucher sicher in den "Tiefen Victoria Stolln" ein- und wieder ausfahren. Das Tragen eines Helmes ist wie in allen Bergwerken mehr als zu empfehlen. Das Bergwerk selbst gilt als Zeuge des Altbergbaus. Es geht wahrscheinlich auf das 15 und 16. Jahrhundert zurück. Wieder freigelegt und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat ihn der Heimatverein Niederlauterstein von 2010 bis 2012.