Elektro-Bus wird in Gelenau getestet

Verkehr Regionalverkehr will in einer Woche aufschlussreiche Informationen sammeln

Gelenau. 

Gelenau. Erstaunt dürften zuletzt einige Gelenauer dreingeschaut haben, als sie auf den Bus des Ortsverkehrs warteten. Der sah ganz anders aus als sonst und war auch nicht zu hören. Grund: Eine Woche lang testet der Regionalverkehr Erzgebirge einen Elektro-Bus auf dieser Strecke. "Wir wollen uns einen Eindruck davon verschaffen, wie er läuft", erklärt Sören Wünsch. Wie der Leiter Technik vom Regionalverkehr Erzgebirge erklärt, werden Fahrzeuge dieser Art bislang noch nicht verwendet. Lediglich mehrere Hybrid-Busse seien am Standort Zschopau bereits in Betrieb genommen worden.

Reichweite liegt bei 174 Kilometern

Bei dem Kleinbus, der über zwölf Sitz- und zehn Stehplätze verfügt, handelt es sich um einen in der Türkei gefertigten Karsan Jest Electric. Offiziell liegt die Reichweite der Batterie bei 174 Kilometern. Da die 14 Kilometer lange Runde durch den Ort von 8 Uhr bis zum Abend gefahren wird und das Fahrzeug davor zusätzlich im Schülerverkehr zum Einsatz kommt, sind Stopps an einer Ladesäule unausweichlich. Wie oft der Stecker in die Dose muss, soll sich während dieser Testwoche zeigen. "Das ist ja auch abhängig von der Steigung der Strecke oder dem Klima", erklärt Wünsch. Außerdem ist er gespannt auf das Feedback der Kunden.

Bürgermeister als Fürsprecher

Mit Gelenaus Bürgermeister, der gleich bei der ersten Ortsrunde mit an Bord war, gibt es auf jeden Fall schon mal einen großen Fan dieses Projekts. "Wir hoffen, dass der Elektro-Bus unserer Gemeinde hilft", sagt Schreiter - unter anderem in der Hoffnung auf positive Folgen für die Umwelt. Aber auch über sinkende Kosten und Stabilisierungseffekte würde sich der Bürgermeister freuen. Schließlich hat Gelenau eine Kofinanzierungsvereinbarung mit dem Regionalverkehr Erzgebirge geschlossen und muss finanzielle Defizite tragen. Sollten die Ergebnisse der Testwoche positiv ausfallen, würde die Beschaffung eines solchen E-Busses für die ständige Nutzung laut Wünsch etwa ein Jahr dauern. Erster Schritt wäre die Beantragung von Fördermitteln.

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