Elternkompass als Leitfaden

Kinderschutz Netzwerk im Erzgebirge wächst

Aue. Die Zahl derer, die sich im Erzgebirge für den Kinderschutz stark machen, wächst stetig. Im Netzwerkprojekt "Gemeinsam für Kinder - Präventives Hilfesystem" zählt man aktuell 582 Partner. Allein 2012 seien bis dato 50 "Neulinge" hinzugekommen, sagt Projektkoordinatorin Ulrike Lötsch vom Referat Jugendhilfe des Erzgebirgskreises. Die Akteure dort haben die Vielzahl der Angebote und Ansprechpartner jetzt in einem Elternkompass zusammengefasst. Vorgestellt wurde das Nachschlagewerk, das Eltern ein Stück weit als Leitfaden dienen soll, bei der Netzwerkkonferenz der Regionen Aue/ Schwarzenberg/ Stollberg im Kulturhaus Aue.

"Das Netzwerk ist gut aufgestellt mit allen Professionen. Familien bekommen durch das Netzwerk einen Überblick, wo sie sich hinwenden können und wo sie Beratung erhalten", so Lötsch. Ein wichtiger Fakt sei, so Dirk Lanzendörfer vom Referat Jugendhilfe, das abgestimmte Handeln der Netzwerkpartner untereinander: "So kann man präventiv arbeiten und Angebote weiter vermitteln." Dem stimmt Heike Schoen, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, zu: "Ich finde es wichtig, dass ein solches Netzwerk initiiert wurde. Es gibt so viele Bereiche, da ist es gut, wenn man Kontaktpartner hat und man genau weiß, wen man bei bestimmten Problemen ansprechen kann."

Der Elternkompass soll Familien im Rahmen der Ersthausbesuche übergeben werden und ist auch bei den Netzwerkpartnern erhältlich.