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Engagierter Chef hält die Tafel in Schwung

engagement Mike Schönfelder unterstützt mit seinem Team Bedürftige mit Lebensmitteln

Annaberg-B. 

Annaberg-B.Nicht nur im fast abgelaufenen schwierigen Jahr 2020, sondern jederzeit gibt es immer wieder Menschen die anderen helfen und beistehen. Einer davon ist Mike Schönfelder, der Chef der Annaberg-Buchholzer Tafel der Malteser. Seit 2005 ist die Annaberger Tafel eine feste Anlaufstelle für Menschen in finanzieller Not. Jeden Donnerstagnachmittag stehen die Menschen hier Schlange und mittlerweile werden im Schnitt wöchentlich 253 Bedarfsgemeinschaften, das sind zirka 555 Personen, inklusive Kinder, mit Lebensmitteln unterstützt. Mike Schönfelder ist der Mann der ersten Stunde, der gemeinsam mit seinem ehrenamtlichen Team auch dafür sorgt, dass die Tafel selbst in der Corona-Krise nicht einen Tag geschlossen war und ist.

Überall braucht es ehrenamtliche Helfer

Der 47-Jährige betont: "Die Leute haben alle Existenzangst und der Kreislauf hört ja nicht auf. Bei den Maltesern gibt es viele soziale Bereiche wie Ambulanter Hospizdienst, Kleiderkammer, Kontakt- und Begegnungsstätte/Wärmestube, Erste-Hilfe-Ausbildung und Katastrophenschutz, in dem ich seit 1991 ehrenamtlich mitarbeite. Überall werden ehrenamtliche Helfer gesucht und wer jung ist, der kann sich sozial engagieren. Allein die Tafel wird definitiv von Ehrenamtlichen gestemmt." Was Mike Schönfelder noch ausmacht ist sein spezieller Blick auf die Dinge: "Es werden Tonnen von Lebensmitteln bewegt: wir reden von Nachhaltigkeit und Energiewende, betreiben E-Autos, doch kaum jemand kümmert sich darum, was mit den Lebensmitteln passiert. Millionen Tonnen werden vernichtet, denn alles ist schon produziert.

Wenn man die Dinge nicht verkaufen kann, dann soll man sie doch verschenken und vielleicht auch Pflegeheimen oder Obdachlosen damit helfen." Der Wunsch des engagierten Chefs wäre: "Wir können einmal mehr nur Schadensbegrenzung betreiben und die Menschen unterstützen. Doch für alle gilt, einfach ein bisschen zusammenzuhalten und der schwierigen Zeit etwas Positives abzugewinnen. Vielleicht schätzt man wieder das, was man gar nicht mehr gesehen hat."