Enttäuschend: Zwönitzer bekommen vom Millionentopf nichts ab

Förderung Forschungsprojekt für 3D-Audio geht leer aus

Zwönitz. 

Zwönitz. Für das Forschungsprojekt "3D-Audio: Neue Perspektiven für das Hören" gibt es keine finanzielle Unterstützung. Die Zwönitzer Akteure, die das Projekt im historischen Speicher in Zwönitz ansiedeln wollen, sind bei der Vergabe von Fördermitteln leer ausgegangen. Man bekommt aus dem Millionentopf, den das Bundesbildungsministeriums ausschüttet, nichts.

Statt 15 Millionen Euro gab es keinen Cent

Entsprechend groß ist die Enttäuschung in der Stadt, wo sich ein Netzwerk gebildet hat mit dem Ziel, eine Modellregion in Fragen Entwicklung von 3D-Klängen und Akustik zu werden. Immerhin haben sich 70 Partner gefunden, die dort mitwirken wollen. Das sind Wissenschaftler, Unternehmer und Ärzte und auch die Stadtverwaltung Zwönitz. Gerechnet hatte man mit einer Förderung in Höhe von rund 15 Millionen Euro und jetzt steht man mit komplett leeren Händen da. Das Ministerium hat bei seiner Auswahl 20 ostdeutsche Bündnisse berücksichtigt, doch spielte das Projekt von Zwönitz dabei keine Rolle.

Dennoch steckt man den Kopf nicht in den Sand

Die Gedanken von Bürgermeister Wolfgang Triebert gingen dahin, dass sich das Forschungsnetzwerk perspektivisch in Zwönitz etabliert und einen festen Sitz hat. Die Förderabsage fürs Projekt ist bitter, hat aber keine Auswirkungen auf den geplanten Umbau des Speicher an sich. Dort will man seitens der Stadt Zwönitz in den nächsten Jahren rund zehn Millionen Euro investieren und das für Zwönitz prägende Gebäude zu einem Innovations- und Gewerbezentrum um- und ausbauen. Was das 3D-Audio-Projekt angeht, so steckt man in Zwönitz den Kopf nicht in die Sand. Vielmehr wolle man sehen, ob es nicht noch andere Fördermöglichkeiten gibt und sich das Projekt vorantreiben lässt.