Er genießt das friedliche Erzgebirge

Kultur Schüler nach dem Austausch wieder zurück in El Salvador

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Austauschschüler Carlos Andrés Rosales y Rosales. Foto: Dostmann

Schneeberg. Von Anfang September bis vergangene Woche wohnte Carlos Andrés Rosales y Rosales im Rahmen eines Schüleraustausches für drei Monate im Erzgebirge. Der 16-Jährige war damit das erste Mal in Deutschland zu Gast. Während seines Aufenthaltes besuchte er das Gymnasium in Kirchberg.

Kulturelle Unterschiede

Im Vergleich zu seiner Schule in El Salvador gab es nur wenige Unterschiede. Lediglich der Unterrichtsstoff war in Deutschland deutlich schwerer, da seiner Meinung nach mehr Wert auf Bildung gelegt wird. "Beim Wetter gab es im Vergleich zu meiner Heimat jedoch große Unterschiede. In Mittelamerika gibt es nur eine Regen- und eine Trockenzeit", sagt Carlos, der Anfang November das erste Mal Schnee gesehen hat.

Auch in Bezug auf das Familienleben fand Carlos im Vergleich zu seiner Heimat deutliche Unterschiede. Die Familien in Deutschland waren deutlich offener, weshalb man sich besser mit ihnen unterhalten konnte. Außerdem waren die Eltern wie Freunde, wodurch die Kinder dadurch deutlich selbstständiger erzogen wurden. "In El Salvador muss immer eine Aufsichtsperson dabei sein, wenn man das Haus verlässt. Es wäre als Jugendlicher viel zu gefährlich, sich allein im Freien aufzuhalten", sagt Carlos.

Schon seine Schwester war in Schneeberg

In El Salvador besucht der 16-Jährige eine deutsche Privatschule, an der seine Mutter als Biologielehrerin arbeitet. Die Einrichtung schlägt jedes Jahr die besten 30 Schüler einer Klassenstufe für einen Auslandsaufenthalt vor. Wie Carlos war auch seine Schwester Gabriela Beatriz bereits 2013 bei Familie Friemel zu Gast. Ein Jahr danach besuchte Alicia Friemel seine Familie in El Salvador. Den Kontakt zu seiner Gastfamilie wird Carlos auf jeden Fall aufrechterhalten.