Er hat sein Hobby gefunden

American Football Paul-Otto Hobler spielt nun als Wide Reciever für Chemnitz

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Mit dem American Football hat Paul-Otto Hobler eine neue Leidenschaft gefunden. Foto: Andreas Bauer

Grünhainichen. Die heutige Nacht war für Paul-Otto Hobler bestimmt keine ruhige: Auch er schaute den amerikanischen Superbowl. Beim Versuch der American-Football-Spieler der New England Patriots, ihren Titel gegen die Philadelphia Eagles zu verteidigen, hätte der 21-jährige Grünhainichener gern auf einen Spieler geachtet: Julian Edelman. "Leider ist er verletzt", seufzt Hobler, der in Edelman inzwischen sein Vorbild sieht. Dabei war der Erzgebirger lange Zeit kein aktiver Sportler.

Er kam erst 2016 auf die Sportart

"Ich habe zwar mal Fußball gespielt, war aber ansonsten nur in der Feuerwehr richtig aktiv", erzählt der 21-Jährige, dessen Leben sich grundlegend geändert hat. Grund dafür ist der American Football - genauer gesagt ein Chemnitzer Verein, der sich dieser Sportart widmet. Aus dem Fernsehen kannte Paul-Otto Hobler bereits die Spieler mit Helmen und den eiförmigen Ball.

Selbst probierte er es aber erst aus, als ihn ein Schulfreund im Herbst 2016 mit zum Probetraining nach Chemnitz nahm. Bei den sogenannten Crusaders - auf Deutsch: Kreuzritter - kam der Erzgebirger sofort auf den Geschmack: "Das Training hat richtig Spaß gemacht."

Er trägt eine bestimmte Rückennummer

Inzwischen ist Hobler fester Bestandteil der Mannschaft und hat schon mehrere Spiele absolviert - und zwar als Wide Receiver. Auf dieser Position ist er dafür zuständig, die geworfenen Pässe des Quarterbacks zu fangen. "Fast hätte ich sogar meinen ersten Touchdown erzielt, aber leider fehlten noch drei Yards", erzählt er. Trotzdem gelang den Crusaders nach einer starken Verbandsliga-Saison die Rückkehr in die Oberliga. Generell geht es bergauf, weil es einige Neu- oder Quereinsteiger wie Paul-Otto Hobler gibt. Und der läuft nun mit der Nummer 11 auf - genau wie Julian Edelmann bei den Patriots.