Erfolgreiche Skisaison trotz Sehnenabriss!

Ski alpin Drebacherin gewinnt bei Senioren-WM drei Medaillen

Drebach. 

Drebach. Eigentlich war die Skisaison für Claudia Neubert im Dezember schon beendet. Bei einem Trainingssturz in den Kitzbüheler Alpen zog sie sich eine schwere Verletzung an der Hand zu. "Ich wollte den Stock wieder aufheben, aber es ging nicht. Ich konnte nicht mehr zupacken", berichtet die Alpine-Expertin aus Drebach, die sich einen Sehnenabriss am Daumen zugezogen hatte.

Neben einer Operation sollte eine monatelange Pause folgen. Allerdings war das nur ein Rat der Ärzte. Die Leidenschaft fürs Skifahren trieb Claudia Neubert viel eher wieder auf die Piste - und wurde mit Erfolgen belohnt. Schon im Februar stand die 49-Jährige wieder auf ihren Brettern, um damit steile Hänge hinabzujagen. Als Krankenschwester weiß sie ihre Gesundheit richtig einzuschätzen.

Schon im Februar räumte sie wieder drei Goldmedaillen ab

Tatsächlich beeinträchtigte sie die Verletzung auch weiterhin, aber ein zu großes Risiko stellte sie nicht dar. "Beim Anschieben stört es schon etwas", sagt die Erzgebirgerin, die mit einer speziellen Bandage an den Start ging. Vor allem sie die Situation aber ein mentales Problem gewesen. "Es spielte sich mehr im Kopf ab", berichtet Claudia Neubert, die ihre Nerven allerdings im Griff hatte.

Schon Ende Februar fuhr die Drebacherin bei der Deutschen Senioren-Meisterschaft wieder der Konkurrenz davon. Mit drei Goldmedaillen im Slalom, Riesenslalom und Super-G stellte sie ihr ganzes Können unter Beweis. Doch der große Höhepunkt der Saison sollte mit der Senioren-Weltmeisterschaft in Frankreich erst noch folgen. Und auch dort lief es für die W-45-Starterin ausgezeichnet. Im Slalom sowie im Super-G reichte es zu Bronze, im Riesenslalom wurde sie sogar Vizeweltmeisterin. "Ein tolles Erlebnis", sagt die ehrgeizige Drebacherin, die außerdem Vierte im Weltcup ihrer Altersklasse wurde.