Erneut Demo in Zschopau

Versammlung Gruppierung marschiert durch Innenstadt

Zschopau. 

Erneut hat das fremdenfeindliche Bündnis "Zschopau sagt nein zum Heim" gegen Flüchtlinge und die Asylpolitik der Bundesregierung demonstriert. Im Vergleich zur Protestaktion Ende Oktober nahmen in der vergangenen Woche weniger Asylgegner an dem Spaziergang teil. Nach einer Kundgebung auf dem Altmarkt zogen etwa 100 Menschen, darunter erneut viele Kinder und Jugendliche, durch die Innenstadt. Mit Fackeln und Plakaten skandierten sie unter anderem "Merkel muss weg", "Wir sind das Volk" und "Nein zum Heim". 20 Polizeibeamte waren im Einsatz, um die Veranstaltung abzusichern. In der Innenstadt kam es kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen.

Zu den Teilnehmern der Demonstration sprach wie schon vor zwei Wochen der Erzgebirger Piere Römmler. Erneut forderte er die Einführung Runder Tische. Römmler kritisierte in seiner Rede unter anderem die "Asylindustrie", aber auch die Energiewende, die Einführung des Euro, die Sanktionen gegen Russland sowie die Pharmaunternehmen. Zum Schluss sangen die Demonstrierenden nach Aufforderung Römmlers die erste Strophe des bekannten Anton-Günther-Liedes "Deutsch un frei woll mer sei". Anschließend gab Römmler den Demo-Teilnehmern eine "Hausaufgabe" für die nächste Protestaktion mit auf den Weg. Sie sollen die erste Strophe des Liedes lernen.