Erneuter Streik: Retter kämpfen um ihr Recht

Rettungsdienst 24 Angestellte im Tarifstreit mit DRK Kreisverband

24 Retter nahmen am Streik teil. Foto: Andre März

Stollberg. Sie sind die Retter und Helden des Alltags. Viele Menschen haben ihnen ihr Leben zu verdanken. Die Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und Krankenhelfer. Schon seit letztem Mittwoch herrscht im erzgebirgischem Stollberg "dicke Luft". Wegen steigender Arbeitszeiten, Unterbezahlung und der negativen Kompromissbereitschaft des Arbeitgebers (Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Stollberg e.V.) haben sich die Mitarbeiter vergangenen Mittwoch zum Streik versammelt.

Gerechte Löhne und Arbeitszeiten

Für gerechte Entlohnung und Arbeitszeiten streikten die Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und Krankenhelfer gestern erneut. Anders als beim letzten Streik vom 15. November 2017, war diesmal auch ein Rettungswagen aus Lugau betroffen.

Insgesamt 24 Mitarbeiter vom DRK Kreisverband Stollberg sowie Limbach Oberfrohna, versammelten sich vor der DRK-Geschäftsstelle in Stollberg, um Druck gegen den Arbeitgeber auszuüben. Andre Urmann: "Seit Januar suchen wir den Kontakt zum Arbeitgeber in Annaberg-Buchholz. Im Sommer dieses Jahres gelang eine Zwischenlösung. Arbeitsverträge wurden angepasst. Seitdem ist nicht viel passiert. Es müssen noch weitere Schritte Seitens des Arbeitgebers getan werden." Mehrmals suchte man den Kontakt und die Kompromissbereitschaft. Vergebens.

Seit den Verhandlungen im Sommer ist nicht viel passiert

Mittlerweile haben einige Mitarbeiter gekündigt und den Arbeitsplatz gewechselt. Am vorgestrigen Abend schien Licht am Horizont. "Der Arbeitgeber signalisierte Verhandlungsbereitschaft. Dennoch fehlt das konkrete Angebot." so Urmann. Sollte es zu keiner Einigung im Tarifstreit kommen, so werden weitere Streiks folgen, die dann auch den Rettungsdienst beeinträchtigen könnten.

Bisher sorgte eine "Notdienstvereinbarung" dafür, dass der Ablauf im Rettungswesen relativ ungestört blieb, auch wenn der Arbeitgeber nicht darauf eingegangen war. Auch am gestrigen Dienstag, kam es zu keinen Ausfällen im Rettungsdienst. Dies könnte sich aber noch ändern, sollte der Arbeitgeber seinen Pflichten nicht nachkommen.