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Erste Pole Position für das Team PrüstelGP

MOTORSPORT Tscheche Jakub Kornfeil nutzte seinen imaginären Heimvorteil

Brno. 

Brno. Historisch bedingt, wird auch der Motorrad Grand Prix im tschechischen Brno von den GP-Fans rund um den Sachsenring stets sehr gut besucht. So auch nach der kurzen Sommer-Pause, denn an diesem Wochenende steht dieser wieder auf dem Programm. Wie derzeit fast überall in Europa, war und ist auch der Masaryk-Ring mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke ein regelrechter Glutofen, sodass das Rennen fahren wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Und dennoch ging es am Trainingssamstag vor allem in einer Box noch heißer zu als sonst wo.

Team PrüstelGP mit weiterem verkappten Heimrennen

Nach dem Heimrennen von Marco Bezzecchi im italienischen Mugello Anfang Juni und dem Heimspiel dessen Teams Redox PrüstelGP zuletzt auf dem Sachsenring kam nun auch die vermeintliche Nummer zwei des sächsischen Rennstalls, der Tscheche Jakub Kornfeil, in den Genuss eines Rennens vor den Augen der eigenen Fans. Bei den letzten zwei Rennen fuhr er im holländischen Assen und auf dem Sachsenring mit starken Aufholjagden von Startpositionen 23 bzw. 21 auf die Plätze fünf bzw. sieben nach vorn. Am Rennsonntag sollte er sich um einiges leichter tun, denn im Qualifying sicherte sich der 25-jährige Senior im Feld in einem Herzschlag-Finale die Pole Position. Bis kurz vorm Trainingsende lauerten sämtliche Fahrer in der Box und bereiteten sich seelisch und moralisch darauf vor, um mit einem letzten "Schuss" die eigene Zeit vielleicht doch noch einmal zu verbessern. Als man dann fast geschlossen ein weiteres Mal auf die Strecke ging, war es der nur ca. 50 Kilometer östlich von Brno in Kyjov geborene Jakub Kornfeil, derjenige der mit Nerven wie Drahtseilen die absolut schnellste Runde in den ohnehin heißen Asphalt brannte. "Natürlich bin ich sehr glücklich über meine erste Pole Position, und dann auch noch bei meinem Heim-Grand-Prix, besser geht es wohl erst einmal nicht. Ich habe dazu zwar 154 Anläufe gebraucht, aber besser spät als nie", gab Jakub Kornfeil bei der anschließenden Pressekonferenz der Trainingsbesten zu Protokoll. Dazu fügte der Team Manager Florian Prüstel an: "Wahnsinn, unsere erste Pole Position nach nur zwei Jahren ist etwas Historisches für unser noch junges Team. Auch dass es so spannend war und sie quasi erst ̦last minuteʻ zustande kam, macht die Sache sehr speziell. Aber natürlich gibt es nur im Rennen Punkte, sodass wir nun versuchen müssen, diesen Schwung ins Rennen mitzunehmen."

Starke Deutsche

Der zuletzt auf dem Sachsenring wiedererstarkte Philipp Öttl aus dem bayrischen Ainring sicherte sich in der gleichen Klasse den vierten Startplatz und geht somit aus der zweiten Reihe ins Rennen.

Der zweite deutsche Vertreter, der ebenfalls in Bayern beheimatete Marcel Schrötter vom deutschen Team Dynavolt IntactGP, geht von Position fünf ins Rennen der Klasse Moto2. Hier gab es ebenfalls eine Debüt-Polesetter, und zwar Valentino Rossis Halbbruder Luca Marini.

In der Königsklasse, der MotoGP, waren mit Andrea Dovizioso ebenfalls ein Italiener der Trainingsschnellste. Ihm folgten der weltweite Publikumsliebling Valentino Rossi und dessen Erzfeind, der WM-Spitzenreiter Marc Marquez aus Spanien. Stefan Bradl kam nach seinem unverhofften Start als Ersatzfahrer für einen verletzten Kollegen auf dem Sachsenring in Brno zu einem planmäßigen Einsatz als Wild-Crad-Fahrer. Er kam im 24er-Feld auf den 18. Startplatz.



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