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Erster Fußball-Landespokalsieger feiert Jubiläum

Fußball Zschopauer Pokal-Helden von 1991 haben sich nach 30 Jahren wieder getroffen

Zschopau. 

Zschopau. Renommierte Klubs wie RB Leipzig, Dynamo Dresden, der Chemnitzer FC oder Lok Leipzig stehen in der langen Siegerliste des sächsischen Fußball-Landespokals. Doch wer sich die Trophäe und die Gravuren einmal genauer anschaut, findet auch den Namen eines weniger bekannten Vereins - und das gleich an erster Stelle. Schließlich ging der Landespokal, als er 1991 zum ersten Mal vergeben wurde, an die damalige SpVgg Zschopau. Anlässlich dieses Erfolgs hat die heutige BSG Motor Zschopau die Pokalhelden von einst noch einmal zusammengetrommelt und an deren unvergessliche Erlebnisse erinnert.

Favoriten aus Aue besiegt

"Alle waren unwahrscheinlich begeistert. Mitunter hatten sie sich ja fast 30 Jahre lang nicht gesehen", sagt Volkmar Neubert, der damals als Zschopauer Trainer fungierte und nun die treibende Kraft für das Treffen war. Welch historischer Erfolg ihnen damals gelungen sei, war der Mannschaft 1991 noch nicht klar. "Die Tragweite war uns damals nicht bewusst", so Neubert. Dass Zschopau nun in einem Zuge mit prominenten Klubs zu nennen ist, macht die Beteiligten heute stolz. Damals wollten sie jedoch einfach nur Fußball spielen - und als Außenseiter im Finale den favorisierten FC Wismut Aue II ärgern, was mit 4:1 auch gelang.

Ein denkwürdiges Spiel im DFB-Pokal

Dem viel umjubelten Pokalsieg folgte noch eine weitere außergewöhnliche Partie. Schließlich hatten sich die Zschopauer als Landespokalsieger für den DFB-Pokal qualifiziert, in dem das ganz große Los zwar ausblieb. Doch auch Rot-Weiß Hasborn sorgte dafür, dass diese erste Runde wohl nie vergessen wird. Genauer gesagt war es der Schiedsrichter aus Bayern, der das Spiel zu einer Besonderheit machte. "Er hat uns gesagt, wir Ossis sollten erst einmal Fußballspielen lernen. Er hat uns wirklich verarscht", sagt der damalige SpVgg-Verteidiger Ingo Klöpping, der bereits nach 30 Minuten wegen einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte sah. Obwohl später auch noch Uwe Frenzel wegen Meckerns vom Platz flog, rettete sich das Team in doppelter Unterzahl in die Verlängerung. Trotz der beiden Tore von Uwe Sieber stand am Ende vor 1200 Zuschauern eine 2:3-Niederlage zu Buche. Bitter, doch auch darüber konnten die Pokalhelden von einst bei ihrem Jubiläum nun schmunzeln.