Erster Spatenstich für neue Werkstatt

Sozial Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge bietet in neuem Gebäude an der Ladestraße 120 Arbeitsplätze

Olbernhau. 

Für das Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge war der vergangene Mittwoch ein sehr wichtiger Tag: Der Verein konnte nach einer 4-jährigen Vorbereitungs- und Planungsphase nun endlich mit dem ersten Spatenstich den offiziellen Startschuss für den Neubau der Werkstatt für behinderte Menschen in Olbernhau geben.

Die Begeisterung, dass es nun losgehen kann, war bei allen groß. "Das Gebäude an der Ladestraße 5 wird 120 Arbeitsplätze bieten. Auf einer Grundfläche von 3.240 Quadratmetern wird ein Förder- und Betreuungsbereich, unterteilt in verschiedene Arbeitsbereiche wie Holz, Textil, Metall, Montage und Verpackung, entstehen", erklärte Erhardt Herrmann als Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfewerkes.

Verzögerter Baubeginn und gestiegene Kosten

Eigentlich war der Baubeginn bereits Mitte 2014 geplant. Doch immer wieder kam es zu Verzögerungen, um die technischen Lösungen so zu gestalten, dass die Vorschriften eingehalten werden, so Bauplaner Joachim Baldauf. Dennoch freut sich der Planer: "Wir konnten Aufträge in 22 Gewerken an Firmen vergeben, die überwiegend in der Region ansässig sind." Die Baukosten sind allerdings um zirka 15 Prozent gestiegen. Die Kosten für den Neubau belaufen sich damit auf rund 6,4 Millionen Euro.

Das Vorhaben wird mitfinanziert aus Mitteln des Erzgebirgskreises sowie des von den Abgeordneten des sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Ebenso beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit. Die Grundsteinlegung ist für den 28. Juni, die Fertigstellung für Ende 2020 geplant sein.

Neue Werkstatt wird den aktuellen Anforderungen gerecht werden

"Das Lebenshilfewerk beschäftigt und betreut derzeit an den Standorten Olbernhau und Marienberg 286 Menschen mit Behinderung", betont Geschäftsführerin Kathrin Schulze und erklärt: "Das Gebäude der jetzigen Werkstatt in der Grünthaler Straße entspricht nicht mehr den Anforderungen, die eine Werkstatt für behinderte Menschen zu erfüllen hat und somit wird die Fertigstellung des Gebäudes an der Ladestraße sehnsüchtig erwartet. Das Leistungsspektrum der Werkstatt ist vielseitig. Das Lebenshilfewerk ist offen für Aufträge der Betriebe der Region und erfüllt diese sehr gern."