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Erwartung von den heilenden Kräften

Das Wort zum Sonntag von Bernd Stolle

Ich hörte von einem Mann, der fühlte sich als Befehlshaber sehr mächtig. Dieser mächtige Mann war aber nun schwer erkrankt. Die Ärzte haben ihm nicht helfen können. So resignierte er und meinte begreifen zu müssen, dass er nicht mehr gesund werden kann. Es ist ja manchmal so, nicht nur bei schwerer Krankheit, dass man in einer bedrängenden Situation die Hoffnung verliert und resigniert. Da begegnete ihm eine Frau und machte ihm den abenteuerlichen Vorschlag: "Ach, wäre doch mein Herr bei dem Propheten in Samaria. Der könnte ihn von seinem Leiden befreien." Man stelle sich vor: Der höchste Befehlshaber eines Landes soll in ein Land fahren, das er bekriegt hatte. Wie sollte er ausgerechnet dort Hilfe finden? War das nicht eine verrückte Idee? Aber erstaunlich und gut: Er geht auf den Vorschlag ein und greift nach dem ihm dargebotenen Strohhalm und wird geheilt.

Er musste vom Podest seiner Selbsteinschätzung und seiner Erwartungen herunter. Er soll verstehen, dass ihm nicht die heilenden Kräfte des Propheten gesund gemacht haben. Gott hat es getan. Er macht das Leben heil. Der Weg zum Glauben ist manchmal lang, und Missverständnisse sind nicht zu vermeiden. Aber gerade über sie kann es zu neuen Erfahrungen kommen, durch die man findet, was einem hilft.



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