Erzgebirge Aue mit Remis im Abstiegskampf: Großer Wille, keine Tore

Der FC Erzgebirge Aue spielte im ersten Spiel unter Cheftrainer Christoph Dabrowski unentschieden.

Aue-Bad Schlema

Der FC Erzgebirge Aue spielte im ersten Spiel unter Cheftrainer Christoph Dabrowski unentschieden. Das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken endete 0:0.

Dabrowski auf der Trainerbank

Erst Anfang der Woche stellte der Kumpelverein den ehemaligen Bundesliga-Profi Dabrowski vor. FCE-Sportgeschäftsführer Michael Tarnat kennt den 47-Jährigen noch aus der gemeinsamen Zeit bei Hannover 96. Die Situation vor der Begegnung war klar: Das vierte Spiel des Jahres brachte für die Veilchen erneut ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Druck auf beiden Seiten

Beide Teams klammerten sich an den letzten Strohhalm und wollten bei Plusgraden im Erzgebirgsstadion den Bock umstoßen. Sie standen massiv unter Druck. Der 1. FC Saarbrücken wartet seit mehr als vier Monaten auf einen Sieg. An den Veilchen dürfte der Fehlstart ins Punktspieljahr nagen. Von drei „richtungsweisenden Spielen“ hatte FCE-Präsident Schlesinger Anfang des Jahres, angesichts der Begegnungen in Rostock, zuhause gegen Ulm und bei Havelse, gesprochen. Alle drei gingen verloren.

Veilchen drängen nach vorn

Das sollte sich gegen Saarbrücken ändern: Die ganz in Lila spielenden Veilchen machten von der ersten Minute an Druck. In den ersten zehn Minuten bestimmten sie das Spiel und kamen auch mehrfach vor das Tor der in Gelb spielenden Saarländer. Ein richtiger Abschluss war aber nicht dabei.

Keine Änderung in der Startelf

Überraschend dürfte für viele die Aufstellung gewesen sein: Dabrowski nahm keine Wechsel in der Startelf vor. Es lief dieselbe Mannschaft auf, die in der Woche zuvor die bittere 1:3-Niederlage beim TSV Havelse erlebt hatte und doch trat diese in der Anfangsphase des Spiels mit deutlich breiterer Brust auf. Am Selbstvertrauen wollte Dabrowski arbeiten. Es gelang ihm offenbar. Zumindest ließ der Auftritt seiner Schützlinge genau das vermuten.

Der zwölfte Mann

Die Interaktion zwischen Team und Fans stimmte auch. So animierte Pascal Fallmann in der 18. Minute die Westtribüne nicht nachzulassen als Saarbrücken innerhalb kürzester Zeit zwei Ecken bekam. Die Fans waren da.

Dicke Chance bleibt ungenutzt

Nach einer halben Stunde hatte Saarbrücken die erste richtige Möglichkeit, doch Männel war zur Stelle. Sofort danach hätten die Gastgeber in Führung gehen können oder besser gesagt gehen müssen. Veilchenstürmer Marcel Bär traf aber nur den Innenpfosten. Auf den Rängen und dem Rasen raufte man sich wieder einmal die Haare.

Spiel gewinnt an Dynamik

Das Spiel gewann spürbar an Dynamik. Beide Mannschaften wollten die Führung. Sowohl in der 36. als auch in der 38. Minute war Saarbrücken am Drücker. Den Ball von Ex-Veilchen Calogero Rizutto entschärfte Anthony Barylla. Auch bei der zweiten Aktion war Barylla am Ball. Erwischt ihn unglücklich, aber Jamilu Collins und Torwart Männel klären mit vereinten Kräften. Torlos geht es für beide Mannschaften in die Kabine.

Keine Wechsel in der Pause

Ohne personelle Veränderungen starteten beide Mannschaften in die zweite Hälfte. Von der Dynamik der ersten Hälfte war aber nicht mehr viel zu spüren. Beide Teams wirkten unkonzentriert. Der Start in die zweite Halbzeit war von Ungenauigkeiten geprägt. In der 59. Minute kam Saarbrückens Florian Pick gefährlich in den Auer Strafraum. Drei Auer Abwehrspieler bekamen keinen Zugriff. Sein Abschluss war wenig präzise. Männel parierte. Auch in den nächsten Minuten war der Schlussmann der Auer immer wieder gefragt. Saarbrücken drängte die Veilchen immer wieder in die eigene Hälfte.

Ocansey verpasst Siegtreffer

In der 71. Minute verstolperte der erst in der Winterpause ausgeliehene Vincent Ocansey den Ball. Die daraus resultierende Ecke wird für Saarbrücken kreuzgefährlich. Doch die Gäste können zu einer weiteren Ecke klären. Nur sechs Minuten später setzt sich Marvin Stefaniak rechts im Strafraum durch. Anstatt selbst zu schießen legte er quer, doch der Ball kam bei keinem Veilchen an. Die Veilchen waren jetzt am Drücker, mussten aber auf die nächste Chance bis zur 86. Minute warten. Nach einem Schnitzer der Saarbrückener Abwehr hatte Vincent Ocansey die Führung auf dem Fuß. Er lief allein auf Torhüter Philipp Menzel zu, schoss aber den Ball unbedrängt über das Tor. Die Stimmung am Boden. Es blieb die letzte Chance für die Veilchen. Die Mannschaften trennten sich vor 6961 Zuschauern torlos. Der kleine Befreiungsschlag blieb aus.

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