Erzgebirge Aue und der Traum vom Klassenerhalt: Wie es nun weitergeht

Weil 1860 München für die 3. Liga keine Lizenz erhielt, keimte beim FC Erzgebirge Aue wieder Hoffnung auf.

Aue-Bad Schlema

Dinge gibt es, die gibt es eigentlich gar nicht. So erleben derzeit die Fans, Sponsoren und Verantwortlichen beim FC Erzgebirge Aue eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Was ist passiert?

Plötzlich scheint eine Hintertür aufzugehen

Die Veilchen sind abstiegen, doch Mitte der Woche keimte plötzlich neue Hoffnung auf. Nach dem Zwangsabstieg von 1860 München in die Regionalliga stand der FC Erzgebirge Aue zumindest gefühlt vor einer Sensation. Die Veilchen hätten Last Minute den Klassenerhalt doch noch schaffen können. Die Löwen hatten die erforderlichen 2,7 Millionen Euro nicht zusammenbekommen.

Der Drittligist musste am späten Mittwochnachmittag die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgegebene Frist verstreichen lassen. Der Club konnte die notwendigen Finanzunterlagen nicht wie gefordert einreichen. Investor Hasan Ismaik sprang diesmal nicht in die Bresche. Zuvor hatte es, so berichten es verschiedene Medien, ordentlich Zoff hinter den Kulissen gegeben. Damit war der Abstieg der Löwen besiegelt, die sportlich die Klasse gehalten hatten.

Was macht Havelse?

Damit kam auch der FC Erzgebirge Aue wieder ins Spiel. Zwar war vor den Lila-Weißen in der Tabelle noch Havelse eingekommen. Doch aus dem Umfeld des TSV hieß es schon vor der 1860-Entscheidung, dass der Verein auf einen Verbleib in der 3. Liga nicht erpicht wäre.

Noch am Mittwochabend stand aber fest, Havelse steht für den Verbleib in der Liga bereit, hat die entsprechenden Unterlagen eingereicht.

Der DFB hat nun bis zum 11. Juni Zeit die Unterlagen zu prüfen und dem TSV Havelse grünes Licht für die 3. Liga zu geben. Die wohl wichtigste Frage dürfte dabei die Spielstätte der Niedersachsen sein. In der vergangenen Saison lief der TSV im Eilenriedestadion in Hannover auf.

FCE stünde bereit

Die Verantwortlichen beim FCE müssen sich also bis zur endgültigen Entscheidung in Geduld üben. Aber sie stehen für den Fall der Fälle bereit, so sagt es Pressesprecher Lars Töffling: „Wir haben ja die Lizenz bekommen und haben das Zulassungsverfahren erfolgreich absolviert. Die Voraussetzungen haben wir also erfüllt.“

Für den FCE ist es eine herausfordernde Situation. Denn mit einem möglichen Verbleib in der Liga würde sich vieles ändern. Spieler, die keinen gültigen Vertrag für die Regionalliga haben, wären im Lößnitztal plötzlich wieder mit dabei.

Kämen im Ernstfall Spieler zurück?

„Vorausgesetzt natürlich, sie haben noch keinen neuen Verein und echtes Interesse bei uns zu bleiben“, so Sportvorstand Jens Haustein, der auf eine schnelle Entscheidung seitens des DFB hofft.

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