Nach dem fulminanten 5:3-Sieg am Sonntag beim FC Ingolstadt wollte sich der FC Erzgebirge Aue würdig vor den eigenen Fans aus der 3. Fußball-Liga verabschieden. Die Mannschaft von Interimscoach Khvicha Shubitidze lief am Freitagabend gegen den MSV Duisburg in Lila auf. 10.334 Zuschauer wollten das vorerst letzte Heimspiel des Kumpelvereins im Profifußball sehen. Darunter waren zahlreiche mitgereiste Gästefans, der Gästeblock war voll.
Duisburg mit mehr Ballbesitz
Die Gäste hatten in den ersten Spielminuten mehr Ballbesitz. Die Zebras wollten kein Risiko eingehen. Sie spielen schließlich um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Das erste Achtungszeichen setzten aber die Veilchen: Marcel Bär in der 9. Minute mit einem Pfostenschuss. Ein langer Pass aus der eigenen Hälfte wurde immer länger, landet vor Bärs Füßen. Der Schiedsrichter pfiff die Aktion aber ab. Bär standminimal im Abseits. Die Gäste hatten zwar in den nächsten Minuten mehr Ballbesitz. Zwingende Chancen erspielten sie sich aber nicht.
Chance für die Veilchen
In der 20. Minute gab es die nächste Chance für die Veilchen. Anthony Barylla schickte Marcel Bär rechts außen. Bär ließ einen Abwehrspieler ins Leere laufen und steckte den Ball sofort auf Julian Guttau durch. Guttau scheiterte aus spitzem Winkel an Duisburgs Torhüter Maximilian Braune.
Spiel wird Abwehrschlacht
Das Spiel entwickelte sich zu einer reinen Abwehrschlacht für die Veilchen. Es war nicht anders zu erwarten. Die Abwehr der Auer spielte konzentriert und stand sicher, so dass sich die Zebras immer wieder festliefen. Die Auer überzeugten die Fans auf den Rängen und manch einer fragte sich: Warum nicht immer so?
Duisburg mit Chancen vor dem Pausenpfiff
Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Gäste zwei gute Chancen erarbeiten. In der 42. Minute flankte Florian Krüger von rechts in den Strafraum. Thilo Töpken stand frei, nahm den Ball an und schoss flach in die linke Ecke. Lord tauchte ab und lenkte den Ball mit einer sehenswerten Parade um den Pfosten. Das Stadion feierte ihn für diese Parade. Beim anschließenden Eckball kam Joshua Bitter aus 16 Metern frei zum Kopfball. Er köpfte den Ball aber am linken Pfosten vorbei. Zweimal Glück für die Hausherren. So ging es torlos in die Halbzeitpause.
Verunsicherung der Zebras
Die Gäste wirkten zu Beginn der zweiten Halbzeit verunsichert. Dieses Spiel hatten sich die Zebras sicherlich einfacher vorgestellt. In der 62. Minute wechselten die Gäste gleich dreifach und stellten auf Dreierkette um. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel. Duisburg wollte unbedingt den Sieg, aber Aue verteidigte energisch. Die Veilchen warfen sich in jeden Ball und verteidigten bis zum Umfallen.
Fans stimmen den Steiger an
Während die Fans in der Nachspielzeit den Steiger anstimmten, hätten die Gastgeber sogar noch den Siegtreffer erzielen können. Zwei gute Möglichkeiten, doch die Veilchen verpassten das Tor. Zweimal war Duisburgs Torwart Braune zur Stelle und vereitelte die Abschlüsse Ehlers und Bär. Letztendlich zeigten die letzten Minuten des Heimspiels noch einmal, warum die Veilchen den Klassenerhalt verpassten.
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