Erzgebirger betreten Supercross-Terrain

Supercross Rallyestreckenposten schwenken erstmals die Flagge in der Halle

Die 10-köpfige Mannschaft um den Koordinator Oliver Bittner der Streckensicherung Erzgebirge, einer Sparte des AMC Annaberg im ADAC, betrat beim diesjährigen Supercross in der Chemnitz Arena Neuland. Die Rallye-Streckenposten verstärkten das rund 90-köpfige Team des sportlichen Ausrichters des MSC Lugau. Rennleiter Christoph Kunze bescheinigte den ehrenamtlichen Insidern der Vierradszene, ihre Sache auch in der Zweiradsport mit Bravour gemacht zu haben. "Vor allem der erste Tag war sehr aufregend, da wir keinerlei Erfahrung mit Supercross hatten. Es hat dennoch riesigen Spaß gemacht", so Streckensicherungskoordinator Oliver Bittner, der gewöhnlich auf der Rallye-Ebene des Erzgebirges mit rund 30 Mann dabei ist. "Bei der Rallye hast du einen größeren Sicherheitsabstand. Im Vergleich dazu stehst du hier unmittelbar neben dem Geschehen. In der Zeit, wo gefahren wird, ist volle Aufmerksamkeit wichtig. Falls ein Fahrer stürzt, musst du sofort die gelbe Flagge zeigen, um den Nachfolgenden äußerste Vorsicht zu signalisieren. Zum Verschnaufen kommt man nicht", so Bittner, der auch in den Pausen mit seinen Leuten zur Schaufel griff, um die Strecke wieder fahrbar zu machen. Nachdem die Feuertaufe in Chemnitz bestanden ist, laufen bereits Verhandlungen über ein Einbinden der Erzgebirger, die nicht nur aus Annaberg-Buchholz kommen, bei der Deutschen MX Meisterschaft 2016 in Lugau. Nach dem MC Grünhain entwickelt sich bei den ehrenamtlichen Drahtziehern der Streckensicherung Erzgebirge damit eine enge Partnerschaft auch mit dem MSC Lugau. Wer sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren will, kann mit dem AMC Annaberg in Kontakt treten.