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Chemnitz

Erzgebirger Motorsportler auf Reisen

MOTORSPORT Derrick Görner und Marcel Teucher in Krakau ohne Fortune

Gornau. 

Gornau. Wenn irgendwo auf der Welt Enduro-Motorräder entsprechend ihrer Bestimmung bewegt werden, sind Erzgebirger meist nicht weit. So auch wieder geschehen am zweiten Adventswochenende. Die SuperEnduro-Weltmeisterschaft, die am 5. Januar 2019 in Riesa wieder mit Fan-Unterstützung aus dem Mekka des deutschen Endurosports ein Stelldichein geben wird, zelebrierte im polnischen Krakau ihren Auftakt zur Saison 2018/2019. Nun ist SuperEnduro eine Sache für sich und hat mit dem herkömmlichen Enduro nicht viel gemein, sodass sich nur wenige Deutsche in eine der zwei WM-Klassen Prestige und Junior trauen. Da in Krakau auch ein Lauf zum SuperEnduro Europe Cup ausgetragen wurde, mischten sich jedoch einige deutsche Fahrer in dieses Feld. So zum Beispiel Derrick Görner aus Gornau und Marcel Teucher aus Thermalbad Wiesenbad.

Pech in der Qualifikation

Letzterer schaffte im Feld der 36 Teilnehmer in der nominell am stärksten besetzten Klasse die Qualifikation für die 14 Fahrern vorbehaltenen Wertungsläufe leider nicht. Zunächst verfehlte Marcel Teuscher im Zeittraining den direkten Einzug in die Hauptrennen, doch im Last-Chance-Race sah es anfangs ganz gut aus, sich mit dem ersten oder zweiten Platz nachträglich zu qualifizieren. Nach gutem Start wurde er erst eingeklemmt und stürzte wenig später in aussichtsreicher Position liegend spektakulär über den Lenker. Dabei überstreckte er den Zeigefinger seiner linken Hand und rollte chancenlos nur noch ins Ziel.

Görner fehlten Körner

Besser sah es bei Derrick Görner aus. Mit Platz drei in seiner Trainingsgruppe hatte er die Fahrkarte fürs Abendprogramm ohne Umschweife gelöst, doch in diesem war er gleich mehrfach vom Pech verfolgt, gestand aber auch eigene Versäumnisse unumwunden ein. "Aufgrund einer für mich etwas unsicheren Situation in der Deutschen Enduro Meisterschaft 2018, wollte ich mal was anderes ausprobieren und mich selbst testen", erklärte der 33-Jährige. Und weiter: "Ich bin zwar schon in Riesa in der nationalen Klasse gefahren, doch ich wollte mal sehen, wo ich bei einem international besetzten Rennen stehe.

Nach dem DEM-Finale in Zschopau bin ich nur einmal pro Woche ein bisschen Motorrad gefahren, was natürlich zu wenig war. Dennoch habe ich hier gesehen, dass ich es von der Technik her drauf habe. In den Rennen hatte ich einen schlechten Start bzw. das Pech, dass vor mir immer jemand gestürzt ist und mich blockiert hat. Im Training konnte ich genau meine ausgedachte Spur fahren, da ging es ganz gut. Im Rennen im Getümmel muss man aber ständig andere Linien fahren, wobei ich an meine Grenzen gestoßen bin. Zwar wollte ich auf jeden Fall auch Anfang Januar in Riesa fahren, aber das muss ich jetzt noch einmal überdenken."



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