Erzgebirgische Segelflieger kämpfen um Platz bei der Deutschen Meisterschaft

Flugsport Fliegerclub trägt Qualifikationswettbewerb aus

Großrückerswalde. 

Großrückerswalde. Derzeit herrscht reger Flugbetrieb auf dem Großrückerswalder Flugplatz. Hier messen sich deutsche Junioren im Segelflug. "Erz-Glide 24" lautet der vollständige Titel der Flugsportveranstaltung. Wer hier am besten abschneidet, qualifiziert sich für die Clubklasse der Deutschen Meisterschaften 2025.

Langjährige Erfahrung

Die Clubklasse stellt dabei die einfachsten Segelflugzeuge. Für die Junioren werden drei bis vier Qualifikationsmeisterschaften angeboten. In Großrückerswalde treten vom 11. bis zum 19. Mai etwa 20 junge Leute im Alter zwischen 18 und 25 Jahren an. Alle Teilnehmer bekommen an jedem Morgen eine Aufgabe gestellt. In der Regel sind das jeweils drei anzufliegende Punkte. Die meisten Punkte erhalten diejenigen mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Wendepunkte befinden sich in bis zu 150 Kilometern Entfernung. Je nach Wetter und den damit verbundenen thermischen Bedingungen kommen für die Piloten bis zu 500 Kilometer pro Tag zusammen. Die Wendepunkte selbst werden vorher ebenfalls nach den Wetterbedingungen festgelegt. "Dabei verlassen wir uns auf unsere langjährigen Erfahrungen", erklärt Uwe Beger. Er gehört zum Fliegerclub Großrückerswalde und ist als Wettbewerbsleiter für die Abläufe Verantwortlich. Er hat selbst mehr als 6.000 Flüge absolviert. Seine Gesamtflugstrecke würde mehreren Erdumrundungen entsprechen.

Wichtiges Ereignis für Verein

Für den Verein ist diese Veranstaltung sehr wichtig. Auf der einen Seite steht die damit verbundene Öffentlichkeitswirksamkeit. "Unser Verein lebt von seinen Mitgliedern. Mitglieder muss man anwerben und da ist ein Wettbewerb wie dieser eine sehr gute Möglichkeit", so Uwe Beger. Gleichzeitig betont er den wirtschaftlichen Nutzen einer solchen Veranstaltung für den Verein. Mit den Einnahmen finanzieren die Flugsportler ihre Kosten. Dazu gehört der Unterhalt des Flugplatzes und der Segelflugzeuge. "Mit den Einnahmen sorgen wir dafür, dass der Sport für unsere Mitglieder erschwinglich ist", so Uwe Beger. Mit 500 bis 1.000 Euro pro Jahr könne daher jeder im Verein viel Segelflugsport betreiben. Damit sei dieses Hobby gar nicht so teuer, wie viele annähmen. Der Verein zählt aktuell etwa 50 aktive Mitglieder. Sie kommen in erster Linie aus der näheren und weiteren Umgebung. Einige von ihnen wohnen mittlerweile in Bamberg, Dresden oder Leipzig. Ihre Heimatverbundenheit und die Liebe zum Sport lassen sie aber immer wieder hier her kommen. "Viele von ihnen fühlen sich dem Platz schon seit Jahrzehnten verbunden", weiß Uwe Beger.

 

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