Erzgebirgische Stollen sind die Besten

Handwerk Bäckermeister ernteten zehn mal Gold

Wie gewohnt feierte der Erzgebirgische Weihnachtsstollen auch bei der nunmehr 12. Auflage des Erzgebirgischen Stollentages am Sonntag seinen Siegeszug bei den Verkostern. Der Appetit der Besucher im Annaberger Erzhammer war rekordverdächtig. "In kürzester Zeit haben unsere Gäste kiloweise Stollen verputzt und testeten sozusagen die Qualität der Rosinenstollen am Rande der Veranstaltung mit", staunte Michael Weisbach, Obermeister der Bäckerinnung Annaberg/Zschopau. Klar, dass die Stollen durch André Bernatzky, Leiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen und seinem Team anonym sowie nach den strengen Prüfkriterien der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) bewertet wurden. Dazu erklärte Michael Weisbach: "Diesmal galt es 49 Stollen zu prüfen. Fünf Kategorien entscheiden über den Sieg. Das sind Form und Aussehen, Oberflächen- und Krustenbild, Lockerheit und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Geschmack. Die höchste Bedeutung haben Geruch und Geschmack." Insgesamt zehn Bäckermeister und Konditoren wurden für ihren Weihnachtsstollen mit dem Prädikat "Gold" ausgezeichnet. "Dazu mussten sie in allen fünf Kriterien die volle Punktzahl und damit 100 Punkte haben. An den Siegerstollen gab es nichts auszusetzen. Dennoch gibt es feine Unterschiede, wofür jeder Bäcker bekannt ist", weiß der Obermeister und betont: "Den Vergleich mit dem Dresdner Strietzel brauchen wir nicht zu scheuen. Der Erzgebirgische Weihnachtsstollen ist einfach besser." Zu den Siegern gehören die Bäckereien Walther (Mildenau), Maneck (Gelenau), Viehweger (Zschopau), Gebhardt (Buchholz), Haase (Scharfenstein), Göpfert (Krumhermersdorf) sowie die Bäckereien und Konditoreien Schreiber (Schlettau), Rudolph (Thalheim), Sauer (Pretschendorf), Seifert (Leukersdorf).