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Sachsen

Erzgebirgisches Festival gewinnt Ideenwettbewerb

Kultur Leader-Region Zwönitztal-Greifensteine unterstützt kulturelle Projekte

Gelenau. 

Gelenau. Wie breit gefächert die Kreativität im Erzgebirge ist, hat ein Ideenwettbewerb des Vereins zur Entwicklung der Zwönitztal-Greifensteinregion gezeigt.

Vom Malzirkel über Bildergalerien und Begegnungscafés bis hin zu einem Dokumentarfilm reichten die Vorschläge, nachdem die Leader-Region erstmals zu solch einem Projekt aufgerufen hatte. "Wir haben uns bereits im Herbst 2020 zusammengesetzt und mit den zwölf dazu gehörenden Kommunen überlegt, wie wir die Region voranbringen können", berichtet Regionalmanagerin Elena Weber.

Das Thema für den Wettbewerb - "Kunst. Kultur. Bühne frei für Ihre Ideen" war dann rasch gefunden, denn gerade diese Branche hatte unter Corona stark gelitten.

Wettbewerb als Initialzündung

Von März bis Juli konnten Vereine, Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen ihre Ideen einreichen, um dafür eine Förderung zu erhalten. Insgesamt standen dafür 20.000 Euro zur Verfügung.

Wie diese auf die Bewerber aufgeteilt wurden, lag in den Händen einer vierköpfigen Jury, die die Bewerbungen einschätzte. Beeindruckt waren die Organisatoren von jedem Vorhaben. Schon vor der Prämierungsveranstaltung in Gelenau stand also fest, dass das Ziel erreicht worden war.

"Wir wollten zeigen, welche Akteure es hier gibt und wie lebendig die Region ist", sagte Elena Weber dazu. Auch sei es gelungen, "Schubladen-Ideen herauszukitzeln, für die vorher die letzte Initialzündung gefehlt hat".

Ein musikalisches Neunerlei

Von den 19 eingereichten Projekten durften sich 12 über eine Förderung von jeweils 500 Euro freuen. Bei den weiteren Ideen stieg der Zuschuss bis hin zur Siegerprämie von 5000 Euro. Diese ging an den Erzgebirgszweigverein Ehrenfriedersdorf, der die Jury mit seinem Konzept für ein kleines Volksmusik-Festival am meisten beeindruckte.

Unter dem Motto "Eine Stadt voll Musik" soll dieses "Musikalische Neinerlaa" im August 2022 stattfinden. "Wir planen neun Bühnen, auf denen einen Tag lang jeweils drei Mundart-Künstler beziehungsweise -Gruppen spielen", erklärte die Vereinsvorsitzende Carmen Krüger.

Ein "Bett der Begegnung" will Kettensäge-Künstler Tino Schubert aus Gelenau bauen, der Platz 2 beim Ideenwettbewerb belegte. Das mit 3.000 Euro geförderte Holzkunstwerk soll als Treff-, Ausflugs- und Foto-Punkt an einem Wanderweg mit herrlicher Aussicht entstehen.

Platz 3 und damit 2000 Euro gingen an die Thalheimerin Vanessa Schüppel, die in den Räumen der Tholmer Stiftung Kreativnächte organisieren will.