Erzgebirgler holt Bronze bei Jiu-Jitsu-EM

Kampfsport Schubert beweist Können im Brasilianischen Jiu-Jitsu

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An seinem Arbeitsplatz im Krumhermersdorfer Freibad fühlt sich Markus Schubert ebenso wohl wie in der Freizeit auf der Jiu-Jitsu-Matte. Foto: Andreas Bauer

Sorgau. Wer Markus Schubert nur flüchtig kennt, der könnte den 39-Jährigen schnell für einen leidenschaftlichen Wassersportler halten. Schließlich achtet er fast jeden Tag als Mitarbeiter des Krumhermersdorfer Freibades auf Ordnung und Sauberkeit in dem Becken. Doch der Sorgauer hat noch andere Hobbys.

Kampfsport als Ausgleich

Da ist zum Beispiel der Fußball. Schon als Kind jagte er dem runden Leder hinterher, doch auch diese Freizeitbeschäftigung spielt inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle. Vielmehr widmet Markus Schubert den Großteil seiner Freizeit einer außergewöhnlichen Kampfkunst.

Brasilianisches Jiu-Jitsu heißt die spezielle Disziplin, deren Techniken der Erzgebirgler seit vier Jahren mehrmals pro Woche übt. Diese einst von japanischen Samurai entwickelte Form der waffenlosen Selbstverteidigung, die in den 1920er Jahren in Brasilien etwas abgewandelt wurde, ist inzwischen in vielen Ländern verbreitet.

Teilnehmer aus aller Welt pilgerten nach Spanien

Davon konnte sich Markus Schubert in diesem Sommer bei der Europameisterschaft in Barcelona überzeugen. Sogar Vertreter anderer Kontinente waren nach Spanien gekommen, weil der IBJJF-Verband zu offenen Titelkämpfen eingeladen hatte. Nach dem Gewinn des EM-Titels im kontinentalen Verband vor zwei Jahren, hatte sich der Sorgauer viel vorgenommen.

Siege gegen einen Briten und einen Niederländer ließen ihn erneut von Gold träumen, allerdings war im Halbfinale gegen einen Schweizer Endstation, sodass nur Bronze heraussprang. "Ich bin auch so zufrieden. Allein schon die Medaille ist ein Traum", sagt Schubert, der in Barcelona für den Sport fast komplett auf den Strand verzichtete. Ihm bleibt ja noch das Krumhermersdorfer Freibad.