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Erzgebirgsatlas bietet Überblick über 2073 Erhebungen

Natur Heimatforscher Frieder Berger bündelt die Ergebnisse seiner Nachforschungen

Wolkenstein. 

Wolkenstein. Seit sich Frieder Berger als Lehrer zur Ruhe gesetzt hat, widmet er den Großteil seiner Zeit der Natur. Berge haben es dem Heimatforscher aus Wolkenstein angetan, der schon viele Führungen durch seine Heimatregion geleitet hat. Mithilfe von Büchern bietet aber auch denjenigen einen Zugang, die weiter weg wohnen, die wenig Zeit haben oder die es einfach auf viele Informationen abgesehen haben. Letztere bietet Frieder Berger in Hülle und Fülle. Nachdem er schon drei Bände über die Erhebungen des Erzgebirges erstellt hatte - von den Dreihundertern bis zu den Tausendern - finden sich seine Nachforschungen nun auch geballt in einem Buch. "Die Erhebungen des Erzgebirges - Der Erzgebirgsatlas" heißt das Werk.

In verschiedenen Farben markiert

Zusammen mit Grafikdesigner Thomas Hasse hat der Autor auf jedes Detail geachtet. 180 Seiten waren nötig, um die insgesamt 2073 Erhebungen darzustellen. Die rund 100 Karten sind im Maßstab 1:40.000 angefertigt. "Detaillierter ging es nicht, sonst wäre das Buch doppelt so dick geworden", sagt Frieder Berger. Auch Fotos passten daher nicht allzu viele in dieses Sammelwerk. Doch Illustration war auch gar nicht das Anliegen des Heimatforschers, stattdessen will er mit dem Erzgebirgsatlas einen Überblick bieten. Die klassischen Berge hat er schwarz gekennzeichnet, die Plateauberge blau. Dazu kommen in Grün noch die Felsen. Orange-farbig hat er außerdem die sogenannten Abrissberge markiert, bei denen es sich zum Beispiel um Steinbrüche handelt.

Neues Projekt schon in Planung

Bei seinen Nachforschungen ist der Wolkensteiner auch auf Erhebungen gestoßen, die bisher noch nicht offiziell notiert wurden, dafür aber im Volksmund bekannt waren. "Sobald mir die Namen von mehreren Leuten bestätigt wurden, habe sich sie übernommen", erklärt Berger. Auch auf tschechischer Seite wurde er fündig. Unter den 600 Erhebungen gab es dort auch Fälle, in denen offiziell kein Name mehr vorlag, das Archiv allerdings ehemalige deutsche Bezeichnungen zum Vorschein brachte. Auch anderen historische Aufzeichnungen lieferten dem Forscher Aufschlüsse. Vollständigkeit kann er dennoch nicht garantieren: "Es gibt auch Berge, die schwierig zu erfahren und zu erkunden sind." Nicht zuletzt deshalb setzt der 71-Jährige, der in einer MDR-Reportage auch schon als "Herr der Berge" betitelt wurde, seine Arbeit fort. Als nächstes plant er ein Wanderbuch, in dem er die 32 schönsten Touren durch die Region zusammenfassen will.

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