Erzgebirgsbahn zieht die Notbremse: Wo ab Montag Busse statt Bahnen rollen

Aufgrund von ungewöhnlichem Fahrzeugverschleiß: Ab 22. Juni Schienenersatzverkehr auf Teilen der RB 81 und RB 95 im Erzgebirge

Region

Fahrgäste der Erzgebirgsbahn müssen sich ab Montag, dem 22. Juni auf Einschränkungen im Regionalverkehr einstellen. Grund dafür sind ungewöhnliche Abnutzungserscheinungen an den Radsätzen mehrerer Fahrzeuge.

Um den sicheren Bahnbetrieb weiterhin zu gewährleisten, werden auf einzelnen Streckenabschnitten Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt.

RB 81: Busse zwischen Pockau und Olbernhau-Grünthal

Auf der Linie RB 81 wird der Zugverkehr zwischen Pockau und Olbernhau-Grünthal vorübergehend durch Busse ersetzt. Reisende müssen auf diesem Abschnitt auf den eingerichteten Schienenersatzverkehr ausweichen.

Zwischen Chemnitz und Pockau soll hingegen weiterhin ein Zugangebot bestehen. Die Züge verkehren dort nach aktuellem Stand im Zweistundentakt statt wie üblich jede Stunde.

RB 95: Einschränkungen zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt

Auch die Linie RB 95 ist von den Maßnahmen betroffen. Zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt wird ebenfalls ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Der Abschnitt zwischen Zwickau und Schwarzenberg soll weiterhin mit Zügen bedient werden. Allerdings wird das Angebot auf einen Zweistundentakt reduziert. Normalerweise verkehren die Züge auf dieser Strecke stündlich.

RB 80 fährt weiterhin regulär

Für Fahrgäste der Linie RB 80 gibt es derzeit keine Änderungen. Nach aktuellem Stand kann die Strecke ohne Einschränkungen bedient werden.

Ursache sind auffällige Verschleißerscheinungen

Hintergrund der Einschränkungen sind Ergebnisse regelmäßiger Fahrzeuginspektionen. Dabei wurden erhöhte Verschleißerscheinungen an den Spurkränzen einzelner Fahrzeuge festgestellt.

Die betroffenen Triebwagen müssen nun genauer untersucht werden. Teilweise werden die Fahrzeuge in andere Werkstätten überführt oder erhalten einen Achstausch. Parallel dazu läuft die Ursachenanalyse weiter, um die Gründe für den ungewöhnlichen Verschleiß eindeutig zu klären.

Erzgebirgsbahn arbeitet an schneller Lösung

Nach Angaben der Erzgebirgsbahn wird intensiv daran gearbeitet, die Ursachen einzugrenzen und die betroffenen Fahrzeuge schrittweise wieder in den regulären Betrieb zurückzuführen.

Ziel sei es, die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten und das gewohnte Angebot schnellstmöglich wiederherzustellen.

Fahrgäste sollten Verbindungen vor Reiseantritt prüfen

Die konkreten Fahrpläne für den Ersatzverkehr sowie die angepassten Zugverbindungen werden rechtzeitig in den digitalen Auskunftssystemen veröffentlicht. Reisende werden gebeten, ihre Verbindung vor Fahrtantritt erneut zu prüfen und bei Fahrten mit Schienenersatzverkehr zusätzliche Reisezeit einzuplanen.

Wie lange die Maßnahmen erforderlich sein werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

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