In der Fußball-Sachsenklasse West steht am kommenden Samstag (7. März, 15 Uhr) ein Erzgebirgsderby auf dem Programm, das Brisanz in sich birgt. Sowohl der gastgebende FSV Motor Marienberg (9.) als auch die Gäste vom FC Stollberg (10.) haben 22 Punkte auf dem Konto, was den eigenen Ansprüchen jeweils nicht ganz gerecht wird. Beide Teams dürften daher auf einen Sieg aus sein, um das anvisierte vordere Tabellendrittel nicht aus den Augen zu verlieren.
Motor wacht zu spät auf
Mehr Schwung aus der Vorwoche bringen die Stollberger mit, die mit einem souveränen 5:0-Heimsieg gegen Oberlungwitz (5.) Wiedergutmachung für das 4:10-Debakel zuvor in Reichenband betrieben. Die Motor-Kicker aus Marienberg gingen beim SC Syrau (12.) leer aus, nachdem sie die erste Halbzeit komplett verschlafen hatten. „Da waren wir vom bissigen Gegner beeindruckt und waren immer einen Schritt zu spät“, sagt Trainer Julian Schröter über die 2:3-Niederlage, die neben der Steigerung in der zweiten Halbzeit zumindest noch eine positive Erkenntnis mit sich brachte. Der im Winter aus Glauchau gekommene Neuzugang Tim Seidel weiß, wo das Tor steht. Seine beiden Treffer waren aber letztlich zu wenig.
Wichtiger Dreier im Abstiegskampf
Geärgert hat sich am vergangenen Wochenende auch der VfB Annaberg (4.), der mit einem Sieg bis auf sechs Punkte an Spitzenreiter Schöneck herangerückt wäre. Allerdings gab der Favorit beim Oelsnitzer FC (14.) eine 1:0-Halbzeitführung aus der Hand. Jubeln durfte in diesem Erzgebirgsderby stattdessen der gastgebende Aufsteiger, der dank des 2:1-Siegtors von Max Hallfarth in der 95. Minute wieder Hoffnung im Abstiegskampf schöpft. „Es ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar“, sagt Trainer Christian Steingräber, der mit der gewachsenen taktischen Disziplin am kommenden Sonntag auch in Mülsen (11.) punkten will. Für die Annaberger steht zeitgleich zuhause gegen den SV Merkur Oelsnitz (3.) ein Spitzenspiel an.
Sachsenliga-Aufsteiger verpasst Überraschun
Auf ein Spitzenteam trifft eine Etage höher auch der SV Tanne Thalheim, der am Sonntag bei der U 23 von Dynamo Dresden antritt, die in der Sachsenliga auf Rang 2 liegt. Erst am vergangenen Wochenende war der Aufsteiger aus dem Erzgebirge beim Spitzenreiter in Taucha gefordert, wo eine Überraschung knapp verpasst wurde. „Eigentlich hätte es zur Pause 3:1 für uns stehen müssen“, sagt Trainer René Wendler angesichts guter Konterchancen. Stattdessen siegten aber letztlich die Hausherren mit 3:0. „Sieben Gegentore in zwei Spielen sind einfach zu viel“, sagt Wendler über den Start in die Rückrunde. Ob die Defensive in Dresden standhält, bleibt abzuwarten.
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