Erzgebirgskreis investiert verstärkt ins Ehrenamt

Investition Größtes Projekt war das Feuerwehrtechnische Zentrum

Landrat Frank Vogel und der Beigeordnete Andreas Stark (v.li.) informierten über 10 Jahre Erzgebirgskreis. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirgskreis. Zehn Jahre Erzgebirgskreis, das ist im Jahr 2018 ein guter Grund zum Feiern und auf Erreichtes zurückzublicken. Neben vielem anderen, wie Bildung, Straßen und Infrastruktur, investierte der Landkreis vor allem auch in seine Feuerwehren.

Plus an aktiven Mitgliedern

Laut Statistik können die Feuerwehren im Kreis nicht über Mitgliederschwund klagen. Im Gegenteil: Die Anzahl der aktiven ehrenamtlichen Mitglieder der 60 Gemeindefeuerwehren und 182 Ortsfeuerwehren hat sich mit einem Plus von 115 auf 5.091 erhöht. In den 126 Jugendfeuerwehren gibt es nach neuestem Stand 1.996 Floriansjünger. Für Landrat Frank Vogel ist klar: "Trotz aller Fusionen leisten die Kameraden im Ehrenamt eine hervorragende Arbeit. Über 5.000 Mitglieder, das zeigt, dass die Feuerwehr lebt."

Eine Million Euro für Projekte

Um das Ehrenamt zu stärken will die Landkreisverwaltung ein Sonderinvestitionsprogramm auflegen. Damit sollen 2018 für alle Feuerwehren im Landkreis eine Million Euro, ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert, für eigene Projekte zur Verfügung gestellt werden. Angedacht ist, dass alle Kommunen gleichberechtigt davon profitieren und die Bürgermeister und Kommunalparlamente auch selbst entscheiden was sie mit dem Geld anfangen wollen.

Laut Frank Vogel wurden seit 2008 zirka 8 Millionen Euro in den Bereich des Feuerwehrwesens investiert. Davon waren 2,3 Millionen Euro Eigenmittel. Das größte Vorhaben des Landkreises und ein sachsenweit einmaliges Projekt war das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ). Hierfür beliefen sich seit 2011 die Gesamtinvestitionen für Errichtung, Umbau und Verwaltung auf rund 2,9 Millionen Euro. Zirka 900.000 Euro davon waren Eigenmittel des Landkreises. An den FTZ-Standorten werden pro Jahr etwa 1.400 Kameraden von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten aus- und weitergebildet.