Erzgebirgskreis: Schadstellen am Altbergbau

BAUREPORT Bergsicherung und Hochwasserschutz

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Schadstelle neben dem Huthaus des Besucherbergwerks "Glöckl" in Johanngeorgenstadt. Foto: M. Totzauer/PB AL

Erzgebirge. Bis Ende Juni sind im Erzgebirgskreis 29 neue Schadstellen registriert worden, die auf Altbergbau zurückgehen. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Krauß hervor.

Die Hälfte aller sächsischen Schadstellen liege im Erzgebirgskreis. Der Freistaat sei weiterhin in der Pflicht, Gefahrenabwehr zu betreiben. 3,2 Millionen Euro gibt der Freistaat für bereits laufende Sanierungsmaßnahmen im Kreis aus. Die größten Projekte sind dabei am Kirchplatz in Schneeberg, an der B 169 in Schneeberg-Wolfgangsmaßen und der Tagesbruch auf dem Weg am Zwönitzer Friedhof (Gottes-Geschick-Stolln).

Neu beginnen soll in diesem Jahr die Sanierung des Alexanderschachtes in Waschleithe, des Tagesbruch Gerstenbergweg in Eibenstock und eines Schachtes in der Schwefelwerkstraße in Johanngeorgenstadt.

Hochwasserschutz ist immer ein Thema

Der Freistaat Sachsen investiert außerdem 103 Millionen Euro in den Hochwasserschutz im Erzgebirgskreis. Dieses Geld werde für 29 Maßnahmen ausgegeben, die bereits im Bau oder noch geplant seien. 23 Millionen Euro würden allein für das Hochwasserrückhaltebecken in Neuwürschnitz benötigt. Der Damm ist zwölf Meter hoch, die Kronenlänge beträgt 535 Meter.

"Das Geld für den Hochwasserschutz ist gut investiert, weil damit Großschäden verhindert werden können", sagte Krauß. Über den Hochwasserschutz dürfe nicht nur bei Starkregen diskutiert werden, mahnte Krauß. Die geplanten Projekte müssten kontinuierlich abgearbeitet werden.