"Erzgebirgskrimi"-Star Lara Mandoki spricht über ihre "Rache an der bösen Frau" und Liebesleben

Lara Mandoki verlässt den "Erzgebirgskrimi" - doch wird ihren Fans als Schauspielerin erhalten bleiben. Jetzt spricht sie über eine prägende Zeit am Film-Set und gewährt private Einblicke.

Als Kommissarin Karina Szabo machte sich Lara Mandoki im "Erzgebirgskrimi" einen Namen. Vor Kurzem wurde nun bekannt, dass die Schauspielerin die beliebte Film-Reihe verlassen wird (BLICK.de berichtete). Als Grund für ihren Ausstieg verriet die 36-Jährige, sie wolle sich neuen Projekten in der Filmwelt widmen - und das aus gutem Grund. Denn Mandoki kann als Schauspielerin weitaus mehr als "nur" die eine Rolle der Kommissarin Karina Szabo. Das stellte sie bereits mehrfach unter Beweis.

Sowohl vor als auch während ihrer Zeit beim "Erzgebirgskrimi" stand sie für Filme und Serien wie "Das Lied des toten Mädchens", "Sturm der Liebe" oder zuletzt auch für das Dokudrama "Die Spaltung der Welt" vor der Kamera. Letzteres erschien 2024 und prägte die 36-Jährige wie kein anderes Serienprojekt.

"Erzgebirgskrimi"-Star Lara Mandoki in "Die Spaltung der Welt"

Wovon handelt das Dokudrama? Es zeichnet die Spaltung der Welt in Ost und West während und nach dem Zweiten Weltkrieg entlang der Lebenswege mehrerer Personen nach. Im Fokus steht unter anderem Hedwig Höß, Ehefrau des KZ-Kommandanten Rudolf Höß, die von Lara Mandoki gespielt wird. Mandoki verkörpert in der Serie damit eine Frau, die Teil einer nationalsozialistischen Familie und auch ganz für sich eine überzeugte Nationalsozialistin ist. In "Die Spaltung der Welt" will sie direkt neben dem Vernichtungslager Auschwitz ein schönes Heim für sich und ihre Liebsten schaffen.

Lara Mandoki: "Schwierigste Rolle, die ich je gedreht habe"

Im Podcast "Talk mit Thees" erinnert sich Lara Mandoki jetzt an die Dreharbeiten für "Die Spaltung der Welt" zurück. Diese fanden unter anderem in Auschwitz statt - genau dort, wo Hedwig und Rudolf Höß mit ihren mehreren Kindern gewohnt haben. Mandoki betont, dass sie die Zeit, die sie im einstigen Haus der Familie Höß verbrachte, nie vergessen werde. "Das war schon heftig. Denn das ist wirklich so, dass da die Grenzmauer zum KZ Auschwitz der Gartenzaun ist", erklärt die Schauspielerin zudem. Als Mandoki dort vor der Kamera stand, habe sie ständig ein mulmiges Gefühl überkommen.

An genau dem Ort zu sein, wo so viel Schreckliches passiert ist, habe Unbehagen in ihr ausgelöst. Und obendrein noch die Nationalsozialistin Hedwig Höß zu spielen, die sehr boshafte Meinungen vertrat, sei Mandoki nicht leicht gefallen. Sie meint sogar: "Das war die schwierigste Rolle, die ich je gedreht habe."

"Wir haben die abartigsten Witze über diese Personen gemacht"

Lara Mandoki macht kein Geheimnis daraus, welch großen Ekel sie für die 1989 verstorbene Hedwig Höß empfindet: "Sie hat bis zum Schluss davon gesprochen, dass die Jahre in Auschwitz ihre besten Jahre waren" - mit dem Wissen, was während ihres Familienlebens im Wohnhaus direkt nebenan im KZ vonstattenging. Doch als gute Schauspielerin sei die "Erzgebirgskrimi"-Bekanntheit dazu verpflichtet gewesen, die Rolle der boshaften Frau bestmöglich zu spielen.

Mandoki, ihre Kollegen vor der Kamera sowie die gesamte Film-Crew haben dann trotzdem einen Weg gefunden, ihre Abscheu vor Höß und den Nationalsozialisten zum Ausdruck zu bringen. Abends nach den Dreharbeiten seien sie alle beisammen gesessen und "haben unglaublich viel gelacht - über die Figuren". Lara Mandoki erzählt: "Wir haben die abartigsten Witze über diese Personen gemacht." Der Schauspielerin und ihren Kollegen sei wohl klar gewesen, dass es Höß überhaupt nicht gefallen hätte, wenn man sich über sie lustig macht. Und das scheint geholfen zu haben, die Antipathie zu betonen.

Lara Mandoki: "Meine Rache an dieser bösen Frau"

Wenn Lara Mandoki an die Film-Crew von "Die Spaltung der Welt" denkt, ist ihr vor allem eine Dame sehr positiv in Erinnerung geblieben: "Ich hatte eine ganz großartige polnische Regisseurin an meiner Seite, Olga Chajdas." Über sie erzählt die 36-Jährige: "Olga hat mich am letzten Tag nach der letzten Szene, die wir gedreht haben, lange im Arm gehabt. Und wir haben beide sehr geweint. Und dann hat sie gesagt: ‚[Hedwig Höß] würde aus ihrem Grab krabbeln und uns so sehr hassen, eine homosexuelle polnische Regisseurin, und eine ungarische Schauspielerin, die sie in ihrem Haus verkörpert." Mandoki betont in Bezug auf Höß: "Das ist meine Rache an dieser bösen Frau."

"Erstaunlich unromantisch": Lara Mandoki spricht über Liebesleben

Im Podcast fühlt Moderator Kristian Thees Lara Mandoki dann noch in Sachen Liebe auf den Zahn. Obwohl sich die Schauspielerin, wenn es um ihr Privatleben geht, sonst eher bedeckt hält, öffnet sie sich im Gespräch. "Ich bin erstaunlich unromantisch, glaub ich ehrlich gesagt", verrät die 36-Jährige. Auch deutet sie an, dass sie in einer Beziehung einen bestimmten Satz nicht ständig hören will: "Ich liebe dich." Zudem erklärt sie: "Alles was unverbunden ist. […] Wenn man mir nur einmal sagt: ‚Ich liebe dich‘, dann glaube ich das mehr, als wenn man es die ganze Zeit sagt." Ob Lara Mandoki nun vergeben ist oder nicht - ihr (künftiger) Partner weiß zumindest schon mal, dass er mit Liebesbekundungen an die Schauspielerin sparsam sein sollte.

Auch interessant für dich