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Erzieherin in Hartensteiner Kita positiv getestet

Corona Im Erzgebirgskreis infizieren sich immer mehr Menschen. Der Bürgermeister in Aue schlägt sogenannte "Notkitas" vor.

Erzgebirgskreis. 

Erzgebirgskreis. Corona ist da. Was man bisher nur aus den Nachrichten und aus den entfernten Großstädten kannte, war am Samstag für viele Menschen in der Region plötzlich Realität. Mittendrin, Eltern einer Kita in Hartenstein. Schon vor einigen Tagen wurde eigens eine Whatsapp-Gruppe gegründet, um schneller Informationen austauschen zu können, auch was die Betreuung der Kinder in den kommenden Tagen angeht. In dieser Gruppe erreichte die Eltern dann Samstag die Nachricht, dass eine Erzieherin positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet wurde. Das Gesundheitsamt Aue reagierte umgehend und stellte die Erzieherin unter Quarantäne. Ebenso sollten die Kinder mit denen die Erzieherin Kontakt hatte, getestet werden. Doch dann kamen behördliche Zuständigkeiten ins Spiel. Für die Kita und somit auch für die Eltern und Kinder aus Hartenstei, ist das Gesundheitsamt Zwickau zuständig. Dies teilte den Eltern und den Kindern mit, dass die Kinder weder in Quarantäne müssen noch getestet werden sollen. Nur bei Kindern mit Symptomen solle dies erfolgen. Viele Eltern waren besorgt und wussten nun gar nicht mehr, was sie tun sollten, hört man doch in den Medien das sämtliche Kontaktpersonen sofort in Quarantäne müssen, analog dem Vorfall in Chemnitz.

Gesundheitsamt lenkt ein - Auer Kita ebenfalls betroffen

Am Montagmorgen teilte das Gesundheitsamt Zwickau den Eltern mit, dass die 40 Kinder am Dienstagfrüh nun doch getestet werden sollen. Doch nicht nur die Kita Hartenstein ist betroffen. Die Kita Kinderland in Aue teilte mit: "Wie wir erfahren haben, wurden die Mitarbeiter der Kita Kinderland unter Quarantäne gestellt, weil bei einem Lehrgang Kontakt zu einem infiziertem Teilnehmer bestand."

Der Bürgermeister in Aue schlägt sogenannte "Notkitas" vor

Der Bürgermeister der Stadt Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl sprach sich für sogenannte "Notkitas" aus: "Für Kinder von Funktionspersonal wie alleinerziehende Krankenschwestern, Ärzten, Polizisten, Berufsfeuerwehrmännern oder Rettungsdiensten sollen "Notkitas" geschaffen werden. An der erforderlichen Richtlinie wird seitens des Sozialministeriums und des Innenministeriums gearbeitet.

Experten warnen

Was zunächst gut und vernünftig klingt, ist Experten zufolge jedoch virologisch und epidemiologisch problematisch, da der "Infektionsweg Kind" neu zusammengewürfelt wird und damit im Sinne einer negativen Auswahl, besonders Funktionspersonal erhöht gefährdet werden könnte.

Problem durch Schulausfall - Was wird mit den Verkehrstickets?

Ein weiteres Problem, was die Eltern schulpflichtiger Kinder in der Region derzeit beschäftigt, sind die Ticketabo bei den zuständigen Verkehrsbetriebung hinsichtlich der Schulbeförderung. Müssen diese weiterbezahlt werden, obwohl derzeit keine Personenbeförderung mehr notwendig ist und keine Schulpflicht besteht? Von den zuständigen Verkehrsbetrieben konnte auf Nachfrage dazu aktuell keine Antwort gegeben werden.