"Es war ein Schulterschluss"

2. Fußball-Bundesliga FC Erzgebirge Aue steht finanziell solide da

Lothar Lässig, der neue Präsident des FC Erzgebirge Aue sagte nach der Mitgliederversammlung in dieser Woche "Es war ein Schulterschluss". Sein Stellvertreter Jens Stopp, mit dem Lässig eine Freundschaft verbindet, trug ein breites Lachen im Gesicht: "Es war in jeder Hinsicht ein erfolgreicher Abend, die Gremien wurden mit großer Mehrheit gewählt." Glückwünsche, Händeschütteln und Blumen, die Stimmung nach der Mitgliederversammlung war ausgesprochen gut.

Im Vorfeld hatte es einiges an Unruhe gegeben. Zunächst der überraschende Rückzug von Bernd Keller als Präsident aufgrund gesundheitlicher Probleme. Dann die Gerüchte um den Rückzug der Leonhardt Brüder aus sämtlichen Gremien des Vereins. Doch diese Gerüchte verpufften im VIP-Zelt des FC Erzgebirge Aue. Mit Zwischenapplaus nahmen die Mitglieder die Nachricht auf, dass Uwe Leonhardt im Aufsichtsrat bleibt. Der ehemalige FCE-Präsident, der den Verein von 1992 bis 2009 führte, reagierte mit Schulterzucken auf die Frage, woher und warum plötzlich Meldungen über seinen Rückzug im Raum standen. Dazu wollte er nach der Mitgliederversammlung kein Statement geben. Dafür aber sagte Uwe Leonhardt über den Verein: "Wir sind auf einem guten Weg." Dieser zeigt sich vor allem an der soliden wirtschaftlichen Situation. So erarbeiteten die Veilchen im vergangenen Geschäftsjahr ein Plus von 808.000 Euro und sind damit schuldenfrei. "Die Sanierung des Vereins ist erfolgreich abgeschlossen worden", so Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Markus Klein. "Die Darlehen von Sponsoren sind komplett zurückgezahlt worden", so Klein weiter. Eine Vielzahl neuer Sponsoren sei gefunden worden.

Er verdeutlichte aber auch, dass der Abstieg in die 3. Liga verheerende Folgen hätte, da damit eine der Haupteinnahmequellen wegbrechen würde: Die Fernsehgelder. "Der Abstieg wäre verhängnisvoll", betonte der Steuerberater mehrfach. Landrat Frank Vogel, der als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestätigt wurde, wollte das Wort Abstieg am liebsten verbannen. Er hielt ein Loblied auf den FCE, der unter anderen für Emotionen, Atmosphäre, Zusammenhalt und Gänsehaut stehe. FCE sei gleichzusetzen mit "Fair, Clever und Erfolgreich", so Landrat Vogel weiter.