"Etwas Schöneres gibt es nicht"

Ehrenamt Gerald Baumann ist 40 Jahre als Retter bei der Bergwacht im Einsatz

In Notsituationen zu helfen, das sieht Gerald Baumann als Berufung für sich. 40 Jahre sind es jetzt, dass der Eibenstocker im Ehrenamt als Retter aktiv ist. "Diese Art der Freizeitgestaltung ist mir sehr wichtig - zu helfen, zu retten, zu bergen und von meinem Beruf her Menschen seelisch und geistig beizustehen", sagt der Gemeinde-Diakon und ergänzt: "Etwas Schöneres gibt es für mich nicht."

Für sein uneigennütziges Engagement über all die Jahre hat Gerald Baumann erst jetzt eine Auszeichnung vom Sächsischen Staatsministerium des Innern erhalten. Damit will man Menschen, die im Ehrenamt einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten und nicht bei jeder Stunde, die sie von ihrer Freizeit "opfern" auf die Uhr schauen, in den Fokus rücken. Gerald Baumann, heute 55 Jahre alt, hat bereits im Kindesalter damit begonnen, sich für die jungen Sanitäter zu interessieren und ist dabei geblieben.

"Später gab es in meinem Heimatort Bockau junge Bergunfallhelfer, wo ich einige Jahre mitgewirkt habe", erzählt der Retter, der irgendwann in Eibenstock geheiratet und sich der dortigen Bergwacht, die später in die Bergwacht Carlsfeld eingegliedert wurde, angeschlossen hat. Und dort ist Gerald Baumann bis heute aktiv. Eine bestimmte Funktion hat er in der Bergwacht nicht inne. "Ich bin der Alterspräsident", lacht der 55-Jährige. Als Retter müsse man sich vordergründig um die Verletzten und zu Bergenden kümmern und darauf achten, dass sich die Betreffenden nicht noch mehr verletzten. Man dürfe aber auch den Selbstschutz nicht ganz außer acht lassen. Wichtig sei das Ruhebewahren.