Europa-Informationszentrum muss jetzt schließen

Rückzug Ohne finanzielle Unterstützung der EU kann Arbeit nicht fortgesetzt werden

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Auch Ausstellungen hat das Informationszentrum ins Annaberger GDZ geholt. Foto: Ilka Ruck (Archiv)

Annaberg-B. Die Arbeit des Europe Direct Informationszentrums Erzgebirge in Annaberg-Buchholz ist beendet. Nach der Bewerbung für die neue Generation von Europe Direct 2018-2020 wurde das Zentrum nicht ausgewählt.

Insgesamt wurden 19 von ehemals 57 Informationszentren gestrichen und vorrangig jene in Großstädten und Ballungsräumen erhalten. Schade, und für die Verantwortlichen vielleicht auch irgendwann einmal schmerzlich. Denn das Europe Direct Informationszentrum Erzgebirge hat in den letzten Jahren immerhin 66 Veranstaltungen für die breite Bevölkerung und 87 Veranstaltungen an Bildungseinrichtungen durchgeführt.

Ohne Unterstützung der Europäischen Kommission gibt es keine Zukunft

Die Mitarbeiter waren auf 139 Veranstaltungen Dritter präsent und haben EU-Newsletter in 95 Ausgaben, davon 7 für Schulen veröffentlicht. Nach einigen Überlegungen ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass ohne die finanzielle Unterstützung der Europäischen Kommission die Europa-Arbeit im Erzgebirge unter den Gegebenheiten nicht mehr fortgeführt werden kann.

Für das Informationszentrum war es ein wichtiges Anliegen europäische Themen in der ländlichen Region und im Grenzraum zu bearbeiten und die Europäische Union für die Bevölkerung verständlicher zu machen. Als Europa-Akteure, mit jedoch unterschiedlichen Schwerpunkten und Zielstellungen, stehen in der Region und in Sachsen noch einige Einrichtungen zur Verfügung.