Europaköhler erhalten altes Handwerk

Tradition Europäischer Köhlerverein besteht 15 Jahre

Schneeberg. Der Europäische Köhlerverein hat einen erzgebirgischen Präsidenten und das von Beginn an, als vor 15 Jahren der Startschuss fiel. Das Amt hat Heinz Sprengel über. "Der Beweggrund für mich war damals, das alte Handwerk zu erhalten", erklärt der Schneeberger und erinnert sich: "Die Idee des Ganzen ging von Sosa aus. Gegründet wurde der Verein schließlich im Oktober 1997 im Harz. In Sosa haben wir also im kleinen Rahmen begonnen. Dann ging die Entwicklung Schritt für Schritt vorwärts und inzwischen ist ein riesiger Verein daraus geworden." Stolze 1.600 Mitglieder sind registriert. "Die kommen aus neun europäischen Ländern: neben Deutschland aus Tschechien, Polen, Schweden, Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und aus Italien", so Sprengel, der jetzt zur Festsitzung des Präsidiums im Europaparlament in Straßburg weilte. Der größte Teil der Mitglieder komme aus Deutschland, in etwa 80 Prozent. Bei der Anzahl ist das Ende noch nicht erreicht. "Es kommen immer wieder neue Mitglieder hinzu", freut sich Sprengel.

Der Verein bedeutet dem 71-Jährigen sehr viel: "Er ist ein Stück meines Lebens." Ein wichtiger Punkt im Verein sei das Begeistern von Kindern und Jugendlichen: "Wir wollen nicht als ältere Leute zusammensitzen und uns freuen, dass es das Köhlerhandwerk gibt, sondern wollen, dass den künftigen Generationen das Handwerk erhalten bleibt und man zukünftig noch weiß, wie Holzkohle hergestellt wird."